05.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Keira Knightleys Ausschnitt
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Sie sei nicht magersüchtig, betont Hollywoodstar Keira Knightley. Trotzdem sorgt ihr jüngster Auftritt für Getuschel. Und Hilary Duff erklärt, warum.
Natürlich liegt es am Kleid, denn dürr war Hollywoodschauspielerin Keira Knightley schon immer. Dazu muss man sich nur noch einmal ihr Debüt «Bend it like Beckham» ansehen. Für die Premiere des zweiten Teils von «Fluch der Karibik» hat sich die 21-Jährige einen ordentlichen Mode-Faux-Pas geleistet, denn für die kupferschimmernde Gucci-Robe ist die Britin schlicht und ergreifend zu mager.
Das hätten ihre PR-Berater vorher wissen können, allerdings freuen sie sich natürlich über jede Art der Presse, und in diesem Fall ist es eben die über das in Hollywood bekannte, aber tolerierte Problem der magersüchtigen Stars.
Nein, sie sei nicht magersüchtig, hat Knightley immer wieder betont. Doch selbst wenn die dünne Figur an den Genen liegen sollte, sieht sie eben so aus, als könnte sie zwei bis acht Schokokekse vertragen.
Großmutter hatte AnorexieUnd so bei den Haaren herbei gezogen scheint das Thema auch nicht zu sein, denn wie die Schauspielerin selbst sagt, habe es in ihrer Familie mehrere Fälle von Anorexie gegeben. «Ich habe viel Erfahrung mit Anorexie. Meine Großmutter hatte es und meine Urgroßmutter auch. Ich hatte in der Schule viele Freunde, die daran litten. Ich weiß, dass man das nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, und das tue ich auch nicht.»
Trotzdem sei sie überrascht gewesen, als man sie auf das Thema angesprochen habe, schließlich fühle sie sich stark, es gehe ihr gut. «Ich sage nicht, dass in der Filmindustrie nicht Leute daran leiden, ich bin sicher, dass dem so ist. Aber ich bin auch sicher, dass ich es nicht tue.»
Strichmännchen quillt aufDiese Auseinandersetzung mit der Presse kennt auch die US-Sängerin und -Schauspielerin Hilary Duff. Und ihr ist nun der Kragen geplatzt. Egal, wie sie aussehe, die Klatschblätter seien nie zufrieden, zitiert der Onlinedienst «Ananova» die 19-Jährige.
Gerade erst habe sie lesen müsse, dass sie «aufquelle», und das habe sie sehr verletzt. Vor allem habe sie sich an dem besagten Tag, als das Foto zu der Geschichte entstand, sehr wohl gefühlt. «Ich war zu Dreharbeiten in Kanada und hatte dieses Outfit an, das ich richtig süß und kreativ fand. Ich war nicht mager zu diesem Zeitpunkt, aber ich war auch nicht fett. Und dann kommt dieses Magazin raus und schreibt 'Hilary Duff quillt auf' - ich war so schockiert.»
Vor allem nachdem sie jüngst noch genau das Gegenteil über sich lesen musste: Genau das gleiche Magazin hatte geschrieben, dass Duff viel zu dünn sei: «Oh nein, Hilary ist jetzt ein Strichmännchen».
«Du kannst diese Leute nicht glücklich machen», so Duffs Fazit. «Du kannst nur dich selbst glücklich machen.» (nz)