04.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Lady Diana
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In Großbritannien hat ein ehemaliger Geheimdienst-Mitarbeiter seinem früheren Arbeitgeber die Schuld am Tod von Lady Di gegeben. Ihr Fahrer sei durch eine Lichtblitz-Kanone geblendet worden.
Ein früherer Beamter des britischen Auslands-Geheimdienstes MI6 hat den Verschwörungstheorien um den Tod von Lady Diana und ihren Freund Dodi al Fayed neue Nahrung gegeben. «Bild am Sonntag» berichtet, der einstige Spitzenagent sei davon überzeugt, dass sein ehemaliger Arbeitgeber 1997 ein Attentat auf Diana verübt hatte.
Dem britischen Ermittler Lord Stevens habe Richard Tomlinson gesagt, dass die frühere Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles in Paris nach dem Muster eines Attentatsplans des MI6 umgebracht worden sei, hieß es. Auf ähnliche Weise habe der frühere jugoslawische Diktator Slobodan Milosevic ermordet werden sollen.
Tomlinson habe Kenntnis von Unterlagen, die belegten, dass der Fahrer von Dianas Wagen, Henri Paul, mit einer stroboskopischen Lichtblitz-Kanone geblendet worden sei, so die Zeitung. Zum Zeitpunkt des Todes von Diana seien verdächtig viele britische Geheimagenten in Paris gewesen.
Die Angaben Tomlinsons wurden laut «BamS» von der britischen Polizei und einem Agenten des französischen Geheimdienstes für glaubwürdig befunden. Im August soll in Großbritannien der Abschlussbericht der Ermittlungen vorgelegt werden. Lord Stevens hatte kürzlich für Aufregung gesorgt, als er auf einer Buchmesse sagte, ihm lägen in dem Fall neue Erkenntnisse vor.
Vorwürfe, das britische Königshaus und der Geheimdienst hätten Diana und ihren Liebhaber ermorden lassen, wurden bereits mehrmals von Dodis Vater Mohammed al Fayed vorgebracht.
Freundin Dianas: Keine SchwangerschaftDie «Daily Mail» berichtete unterdessen unter Berufung auf die britischen Ermittler, Diana sei entgegen bisheriger Behauptungen von Mohammed al Fayed zum Zeitpunkt ihres Todes zumindest nicht schwanger gewesen. Eine damalige enge Freundin von Lady Di habe bei einer Vernehmung ausgesagt, Diana habe wenige Tage vor ihrem Unfall am 31. August 1997 eine Regelblutung bekommen. Das soll der Ehemann der Frau, der Journalist Dominic Lawson, der Zeitung gesagt haben.
Auch ein britischer Pathologe, der die Leiche untersucht hatte, komme in einem dem Ermittler Lord Stevens vorliegenden Bericht zu dem Schluss, dass Diana kein Kind erwartet habe. (nz)