Bela.B hegt Kinderwunsch
10.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bela B. hält weder viel von Poppern, noch von «dummen Punkgrundsätzen». Der Ärzte- Schlagzeuger wird während der WM kein Brasilien T-Shirt tragen und überlegt, Vater zu werden.
Der Schlagzeuger der Berliner Band «Die Ärzte» gestand in einem Interview mit dem Magazin «Playboy» seine Begeisterung für das deutsche Fußballnationalteam. Außerdem denkt der 43-Jährige darüber nach, Vater zu werden.
Aber auf keinen Fall mit einem Fan, denn damit hat er schlechte Erfahrungen gemacht: «Es gibt Frauen, die sind nur nett zu mir, weil sie glauben, dass meine Bekanntschaft ihnen Pluspunkte bringt», sagte Bela B., der unter seinem richtigen Namen Dirk Felsenheimer auch als Schauspieler tätig ist.
Er habe einmal eine «extrem reizende Frau gedatet» und sich gewundert, dass sie immer einen «Haufen Leute» mitbrachte, wenn sie ins Kino gingen. «Irgendwann stellte sich raus, dass ihre Freunde Riesenfans von mir sind, sie selber aber gar nichts von mir wollte, außer mit mir angeben. Fand ich alles nicht so gut.»
Minusgeschäft für Star und FanÜberhaupt halte er wenig davon, wenn sich Prominente mit ihren Verehrern treffen. Weil die Erwartungshaltung so riesig sei, könnten eigentlich «beide nur verlieren, der Star und der Fan», so der Musiker, der gerade sein Soloalbum Bingo veröffentlicht hat. Größer als in den Gedanken des Fans könne ein Star in Wirklichkeit ja gar nicht sein.
Ärzte sollten sich vermehrenNichtsdestotrotz überlegt der Schlagzeuger und Sänger, Vater zu werden. «Ich mache mir so meine Gedanken. Es hat sich ja auch keiner der Ärzte bisher vermehrt.» Keine Kinder zu bekommen, sei ein «dummer Punkergrundsatz», sagte passionierte Comic-Sammler. Er denke darüber nach, ob dieser Grundsatz für ihn stimmen müsse.
Keine Sympathie für deutsche Brasilien-FansAußerdem berichtete der St.Pauli-Fan von seiner Begeisterung für das deutsche Fußball-Nationalteam: «Ich bin ein riesiger Fan der deutschen Nationalmannschaft. Selbst wenn ich andere Mannschaften vielleicht toller oder sympathischer finde, bin ich zuallererst Fan des deutschen Teams.» Er habe sich ja nicht aussuchen können, wo er geboren sei: «Ich finde es poppermäßig, wenn Deutsche während der WM auf Brasilien-Fans machen.» (nz)