netzeitung.deEva Herman: Lieber Hausfrau und Mutter

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Unglückliche Karrierefrau: Eva Herman (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Unglückliche Karrierefrau: Eva Herman
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit ihrer Karriere scheint Eva Herman nicht glücklich zu sein. Stattdessen preist die Moderatorin neuerdings wiederholt die alte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau.

Sie ist eine der bekanntesten Fernsehfrauen Deutschlands – doch zufrieden scheint Eva Herman mit ihrem bisherigen Leben nicht zu sein.

Gefragt, was sie aus heutiger Sicht anders machen würde, sagte die 47-Jährige der Zeitschrift «Leben & erziehen»: «Einen Mann suchen, der das Geld verdient, fünf Kinder bekommen und zu Hause bleiben.»

Herman ist seit Dezember zum vierten Mal verheiratet. Sie hat ein Kind, den achtjährigen Sohn Sam. Ihre Karriere sei das Resultat der Tatsache, dass sie schon vor dessen Geburt «ein gutes berufliches Fundament aufgebaut hatte» und dank der Hilfe anderer «Kind und Job immer gut hinbekommen habe», findet die Tagesschau-Sprecherin und Moderatorin.

«Oft als Rabenmutter»
Trotzdem: Sie fühle sich «oft als Rabenmutter», gestand Herman ein, die außerdem das Wort «Erziehung» nicht mag. Vielmehr hätten Sam und sie «eine Beziehung miteinander». Sie
meinte: «Natürlich brauchen Kinder Regeln und Grenzen, aber sie sollten einen demokratischen Platz in der Familie haben.»

Die Sehnsucht nach dem Familiären passt zu Kommentaren, die jüngst schon von Herman zu lesen waren. «Wer einmal den Wert häuslichen Friedens in Harmonie und Wärme kennen lernen durfte, einen Ort, der Sicherheit, Glück und Seelenfrieden gibt, weiß, wovon die Rede ist«, hatte sie in einem Beitrag für das Magazin »Cicero« geschrieben.

«Die Frau von heute ist im Stechschritt unterwegs», so Herman weiter in der Zeitschrift. «Weder in der Karriere noch in der Küche ist die Frau voll handlungsfähig.» Sie frage sich seit Jahren, ob berufstätige Frauen wirklich das Recht auf unbegrenzte Selbstverwirklichung hätten oder ob die Emanzipation nicht ein fataler Irrtum gewesen sei. Das heutige Frauenbild verunsichere auch die Männer. (nz)