netzeitung.deNora Tschirner: Entspannt euch!

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Nora Tschirner (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nora Tschirner
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auch Männer haben ein Recht auf Gleichberechtigung, sagt die Schauspielerin Nora Tschirner. Und wenn Deutschland bei der WM rausfliegen sollte, würde sie trotzdem weiter zugucken.

Nora Tschirner ist eine der wenigen Musiksender-Moderatorinnen, die gleichzeitig auch eine wunderbare Schauspielerin ist. Ihr neuer Film heißt «FC Venus», dreht sich aus gegebenem Anlass um Fußball und stellt sie an die Seite ihres Karriere-Kollegen Christian Ulmen. Grund für ein Interview, in dem sie sich unter anderem das Thema Gleichberechtigung vorgenommen hat.

Nein, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sei noch nicht verwirklicht, sagte die 24-Jährige im dpa-Gespräch. Andererseits finde sie den Umgang mit dem Thema häufig «verkrampft und übervorsichtig».

«Man würde sich in die Tasche lügen, wenn man sagt, es ist alles erreicht. In der Politik sind Frauen ja zum Beispiel ganz klar unterbesetzt», sagt Tschirner. «Aber nicht in allen Bereichen muss eine Gleichberechtigung im Sinne einer gleichen Zahl stattfinden, das muss ja nichts heißen. Die grundsätzliche Übervorsicht und der oft verkrampfte Umgang mit dem Thema machen mir immer zu schaffen. Emanzipation muss Männern wie Frauen zugestanden werden. Vielleicht sollten wir alle etwas entspannter mit dem Thema Gleichberechtigung umgehen.»

Von Spiel zu Spiel
Trotz Film und Weltmeisterschaft sei sie übrigens kein «massiver Oberfußballfan», so Tschirner weiter. Aber sie sei schon lange vor dem Film Fußballfreund gewesen und freue sich auf die WM. «Auch während der Bundesliga gehe ich gern mal in ein Stadion, aber richtig konzentriert werde ich erst bei internationalen Turnieren. Natürlich will ich, dass die Deutschen ihre Spiele gewinnen. Für mich ist das klar, ich komme aus Deutschland, warum soll ich da von Anfang an Fan von den Franzosen sein. Wenn Deutschland rausfliegt, gucke ich von Spiel zu Spiel, was mir als nächstes sympathisch ist. Ich bin gewillt zu hoffen, dass Deutschland Weltmeister wird, aber das wäre wohl ein Wunder.»
Kein Theater
Ihre weitere Karriere sieht sie offenbar gelassen: «Mit der Schauspielschule habe ich abgeschlossen, ich hatte mich nochmal beworben, wurde aber nicht genommen. Aber das ist auch in Ordnung, weil es mir eher darum ging, dieses Thema für mich ein für alle Mal zu klären. Ich will auch nicht generell ans Theater. Ich sehe mich nicht als Theaterschauspielerin. Ansonsten geht die Arbeit bei MTV weiter, vor allem im Sommer stehen ja diverse Festivals an.» (nz)