netzeitung.deSouth Park: Grabrede für den «Chef»

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Ein Bild aus glücklichen Tagen: 'Chef', gesprochen von Isaac Hayes (Foto: southparkstudios.com<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Bild aus glücklichen Tagen: 'Chef', gesprochen von Isaac Hayes
Foto: southparkstudios.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer in wenigen Tagen produzierten Folge haben die South-Park-Macher auf den Scientology-Streit und den Ausstieg von Isaac Hayes reagiert. «Chef» wird umgebracht - und bekommt eine herzzerreißende Abschiedsrede.

In den USA ist jetzt die erste Folge der zehnten South-Park-Staffel gelaufen – mit Spannung erwartet, da die Macher in ihr die aktuelle Fehde mit Scientology und den damit verbundenen Abschied von Isaac Hayes thematisieren wollten.

Soul-Star und Scientologe Hayes, der seit der ersten Folge die Rolle des «Chef» in der Trickfilm-Serie gesprochen hatte, hatte seine Mitarbeit vor wenigen Tagen aufgekündigt – als Protest, weil die Autoren sich in einer anderem Folge über Scientology lustig gemacht hatten.

In Windeseile hatten die South-Park-Schöpfer Trey Parker und Matt Stone daraufhin eine Folge nachproduziert, die am Mittwoch in den USA gesendet wurde. In ihr kehrt «Chef» zurück, nachdem er mit einem seltsamen Club die Welt bereist hat. Aber der Chefkoch verhält er sich äußerst merkwürdig - vor allem will er, der vorher der große Womanizer der Serie war, nun ständig mit den South-Park-Kids «süße Liebe machen».

Die schleppen ihn zu einem Psychologen und danach in einen Strip-Club, wo er sich wieder an seine Liebe zu Frauen erinnert. Aber «Chef», dessen Statements anscheinend aus älteren Folgen zusammengebaut sind, gerät erneut in die Fänge des «Super Adventure Club» und alles geht von vorne los – schließlich fällt er von einer Brücke und wird gleichzeitig verbrannt, erstochen und von wilden Tieren angefallen.

«Viele von uns sind nicht einverstanden mit den Entscheidungen, die 'Chef' in den letzten Tagen getroffen hat», ist die Grabrede, die eines der Kinder beim Begräbnis hält. «Einige von uns sind verletzt und verwirrt, weil es den Anschein hat, dass er uns den Rücken zugekehrt hat. Aber wir können nicht zulassen, dass die Ereignisse der vergangenen paar Wochen die Erinnerung daran auslöschen, wie uns 'Chef' zum Lachen gebracht hat.« (nz)