16. Mrz 2006 14:57
Gut zwei Jahre lang hat eine US-Kommission wegen der Entblößung von Janet Jacksons rechter Brust beim Super Bowl ermittelt. Jetzt ist klar: Die Fernsehsender müssen Strafe zahlen.
550.000 Dollar muss CBS, die Mutter der Sender, nach der Entscheidung dafür zahlen, dass die Stationen «bewusst und willentlich keine Handlungen unternommen haben, um dafür zu sorgen, dass das Material nicht gesendet wurde», wie es in der Begründung heißt.Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Justin Timberlake hatte Jackson – ob mit Absicht oder nicht – kurz ihre rechte Brust entblößt, als sich ihr Co-Star an dem Lederbustier der Sängerin zu schaffen machte. Für den Vorfall, der in den USA hohe Wellen schlug, wurde eigens das Wort «Nipplegate» geschaffen, das sich seitdem für vergleichbare Vorfälle fest etabliert hat.
Die Sender waren von dem Vorfall kalt erwischt worden. Zum Verhängnis wurde ihnen dabei, dass in den USA für das Fernsehen bis in den späten Abend hinein extrem hohe Jugendschutz-Standards gelten. Vor allem der Gebrauch von Flüchen und sexuell deutbare Bilder sind dadurch streng reglementiert.Die geforderten Vorkehrungen wurden inzwischen getroffen: Eine Verzögerung von wenigen Sekunden sollte schon ein Jahr später dafür sorgen, dass entsprechendes Material vorab ausgeblendet oder weggepiept werden könnte, falls nötig. (nz)