netzeitung.de«Goya»: Edel-Club ist insolvent

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Edel und insolvent: Das 'Goya' am Berliner Nollendorfplatz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Edel und insolvent: Das 'Goya' am Berliner Nollendorfplatz
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Nach nur vier Monaten hat das «Goya» Insolvenzantrag gestellt. Der Berliner Club hatte auf wohlhabende und prominente Kundschaft spekuliert.

Der Berliner Edel-Club «Goya» hat Insolvenz angemeldet. Erst am 1. Dezember 2005 hatte das vom Star-Architekten Hans Kollhoff gezeichnete Etablissement im ehemaligen Metropol-Theater seine Türen geöffnet.

Mit einer Mischung aus Diskothek und Restaurant-Betrieb hatten die Betreiber vor allem auf zahlungskräftige und prominente Kundschaft gesetzt – allerdings ist es offenbar nicht gelungen, dieses Klientel in ausreichender Menge ins «Goya» zu ziehen. Für Aufsehen hatte auch die Basis-Finanzierung des Clubs gesorgt: Interessenten konnten Aktien zeichnen, den Anteilseignern wurde unter anderem lebenslang freier Eintritt versprochen.

Anteile am Nachtclub halten auch Prominente wie Dominic Raacke, Hertha-Trainer Falko Götz, Ex- Schwimmerin Franziska van Almsick oder der Schauspieler Rolf Zacher. Den Betrieb will das «Goya» bis auf weiteres aufrecht erhalten, für die kommenden Weichenstellungen ist nun der Insolvenzverwalter zuständig.

Erst am Mittwoch hatte der Aufsichtsrat des «Goya» die treibende Kraft hinter dem Konzept, Peter Glückstein, entmachtet. Der neue Vorstand, Rechtsanwalt Karl-Hinrich Fromm, fiel es nun zu, den Insolvenzantrag zu stellen.

Im Berliner «Tagesspiegel» hatte Glückstein schon vor der Insolvenz die Verantwortung für die finanzielle Schieflage übernommen. Hauptproblem sei die unerwartete und drastische Baukostensteigerung gewesen. Man habe, so Glückstein, wohl vieles zu aufwändig gebaut. (nz)