McCartney rettet die falschen Robbenbabys
03.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mills und McCartney mit Robbe
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit Ehefrau Heather Mills wagte sich Paul McCartney sogar aufs Eis, um ein Ende der Robbenjagd zu fordern. Leider scheint der Sänger bei seiner Aktion in Kanada aber etwas falsch verstanden zu haben.
In diesem Monat beginnt in Kanada die Robbenjagd eine Tatsache, auf die Sänger Paul McCartney nun mit einer Protestaktion reagierte. Gemeinsam mit Ehefrau Heather Mills ist er im Land, um auf das Schicksal der Tiere aufmerksam zu machen. Zunächst forderte der 63-Jährige den neuen kanadischen Premierminister Stephen Harper auf, das Töten von Robbenbabys zu verbieten.
Ein Sprecher des Fischereiministeriums in Ottawa lehnte dies jedoch ab. Der Mann sagte weiter, er habe selbst mit McCartney gesprochen und dabei festgestellt, dass dieser falsch informiert sei. So habe der Musiker geglaubt, die Jagd bedrohe den Sattelrobbenbestand. Das sei jedoch falsch. Die Zahl der Tiere habe sich in den letzten dreißig Jahren auf fast sechs Millionen verdreifacht.
McCartney ließ sich jedoch nicht beirren. Am Donnerstag veröffentlichten er und seine Frau folgende Erklärung: «Frühere kanadische Regierungen haben zugelassen, dass diese herzzerreißende Jagd weiterging, trotz der Tatsache, dass die Mehrheit der Kanadier - wie auch der Europäer und Amerikaner - dagegen ist. Doch wir vertrauen darauf, dass Premierminister Harper schnell und entschieden handeln wird, um das Abschlachten dieser wehrlosen Robbenbabys für immer zu beenden.» Später ließ sich das per Hubschrauber auf die Eisschollen im Sankt-Lorenz-Golf fliegen, und posierte dort mit den neugeborenen weißen Sattelrobben.(nz)