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Charlotte Roche hat Mut zur Lücke

10. Feb 2006 12:32
Charlotte Roche bei
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Fernsehmoderatorin Charlotte Roche entfernte sich vor laufender Kamera einen Zahn. Und legte mit einem T-Shirt-Aufdruck ein interessantes Bekenntnis ab.

Am Mittwoch Abend zeigte Charlotte Roche bei «Harald Schmidt» vor 920.000 Zuschauern ihre Zahnlücke, präsentierte ein «Damm-Massagegerät» für Schwangere - und sich selbst mit einem Bildblog.de- Schriftzug auf ihrem Shirt als öffentliche «Bild»-Kritikerin.

Mit Behinderungen umgehen

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«Mir fehlt vorne ein Schneidezahn – ich kann das ja mal zeigen», sagte sie zu Schmidt, nahm ihre Prothese aus dem Mund und warf sie in die Luft: «Man muss mit seinen Behinderungen auch umgehen können», kommentierte sie.

Roches Verhältnis zur «Bild» ist seit den Ereignissen nach dem Tod ihrer Brüder im Jahre 2001 nicht das beste - das dürfte den Bildblog.de-Schriftzug auf dem Hemd erklären. Wie das Weblog, das den Journalismus der Zeitung auf Fehler und Unwahrheiten abklopft, kritisiert Roche öffentlich die Recherche-Methoden der Zeitung.

Massage an heiklen Stellen

Außerdem nutzte die «Arte»-Moderatorin ihren Auftritt auch noch, um eine eigene Erfindung zu präsentieren: Das «Damm-Massagegerät» für Schwangere hat Roche sich bereits patentieren lassen. Ein solches Gerät sei notwendig, weil die Schwangeren empfohlene Damm-Massage ab einem gewissen Bauchumfang so gut wie unmöglich sei. Da es unangenehmen sei, den Partner bitten zu müssen, die «heikle Stelle» zu massieren, um Dammrissen während der Geburt vorzubeugen, hat Roche für diese Fälle einen verlängerten Greifarm erfunden, der den Job übernehmen soll. Bis jetzt gibt es von dem Hilfsmittel nur eine Grafik, nach einem Hersteller wird noch gesucht.

Schmerzhafte Darstellung

Für ihre Moderation der Viva-Sendung «Fast Forward» erhielt Charlotte Roche 2004 den Grimme-Preis. Momentan präsentiert sie bei «Arte» das Magazin «Tracks» und tourt zusammen mit dem Schauspieler Christoph Maria Herbst mit der Lesung «Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern» durch die Lande. Dabei lesen die beiden aus einer alten Doktorarbeit vor.

Zu Beginn der Tour vor eineinhalb Jahren hatte Charlotte bei Giovanni di Lorenzo und Amelie Fried in der Sendung «III nach Neun» anhand eines mitgebrachten Staubsaugers anschaulich demonstriert, wie es zu Penisversetzungen bei Masturbation mit Staubsaugern kommen kann – zum offensichtlichen Leidwesen der männlichen Talkrunden-Teilnehmer. (nz)

 
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