Wegen Bush: Terry Gilliam gibt US-Pass ab
08.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Für seinen Protest nimmt Gilliam damit gravierende Nachteile hin: Er darf in den nächsten zehn Jahren nur noch jeweils 30 Tage pro Jahr in den USA verbringen, «weniger als jeder Europäer». Schwierig für jemanden, der mit Hollywood und Disney zusammen arbeitet. «Sie wollten mich bestrafen», vermutet der Regisseur.
Schon seit Jahren lebt er wahlweise in London und in seinem Haus in Italien in der Nähe von Perugia. «Die Stadt gibt mir Ideen, auf dem Land kann ich mich verstecken und meine Kunst machen.»
Die ist übrigens nicht notwendigerweise nur filmischer Natur: Ab dem 4. Mai wird Gilliam auf den Potsdamer Platz in Berlin fünf kopflose Männer und Frauen aus Fiberglas stellen. Wer von oben in ihr Inneres schaut, sieht einen Film über die Geschichte des Platzes - und wird zugleich selbst gefilmt. Wenig später können die Neugierigen dann ihr eigenes Gesicht 40 Meter groß an einer Hausfassade betrachten. (nz)

