netzeitung.deWegen Bush: Terry Gilliam gibt US-Pass ab

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Nur noch Brite: Terry Gilliam (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nur noch Brite: Terry Gilliam
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Regisseur Terry Gilliam hat auf die amerikanische Staatsbürgerschaft verzichtet. Allerdings drohen nun Probleme mit Hollywood.

Terry Gilliam hat seinen amerikanischen Pass zurückgegeben. Der Grund: «Der Mann an der Spitze der USA», so Gilliam laut «Stern».

Der Regisseur von «Brazil» und den Monty-Pythons-Filmen hat außerdem noch einen britischen Pass, ist aber in Kalifornien aufgewachsen. «Die Beamten guckten ziemlich dumm, als ich ihnen meinen Pass überreichte. Sowas hatten die noch nie erlebt», beschrieb er seinen Abschied aus der US-Bürgerschaft.

Für seinen Protest nimmt Gilliam damit gravierende Nachteile hin: Er darf in den nächsten zehn Jahren nur noch jeweils 30 Tage pro Jahr in den USA verbringen, «weniger als jeder Europäer». Schwierig für jemanden, der mit Hollywood und Disney zusammen arbeitet. «Sie wollten mich bestrafen», vermutet der Regisseur.

Schon seit Jahren lebt er wahlweise in London und in seinem Haus in Italien in der Nähe von Perugia. «Die Stadt gibt mir Ideen, auf dem Land kann ich mich verstecken und meine Kunst machen.»

Die ist übrigens nicht notwendigerweise nur filmischer Natur: Ab dem 4. Mai wird Gilliam auf den Potsdamer Platz in Berlin fünf kopflose Männer und Frauen aus Fiberglas stellen. Wer von oben in ihr Inneres schaut, sieht einen Film über die Geschichte des Platzes - und wird zugleich selbst gefilmt. Wenig später können die Neugierigen dann ihr eigenes Gesicht 40 Meter groß an einer Hausfassade betrachten. (nz)