18.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Annemarie Wendl
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die als Else Kling aus der «Lindenstraße» bekannte Schauspielerin Wendl hat den Machern der Serie vorgeworfen, sie nicht mehr einzusetzen, weil sie alt sei. Produzent Geißendörfer widersprach.
Else Kling, grantelnde Hausmeisterin und wohl bekannteste und konstanteste Figur in der ARD-«Lindenstraße», fühlt sich in der TV-Serie aufs Abstellgleis abgeschoben. «Ich hätte gern mehr gedreht als immer nur ein paar Sätze. Früher hatte ich viel größere Szenen», sagte die 90 Jahre alte Schauspielerin Annemarie Wendl der «Bild am Sonntag» (BamS).
Wendl warf der Serie vor, sich zu sehr auf das Leben junger Menschen zu konzentrieren. In der vergangenen Woche hatte ein Produktionssprecher Medienberichte bestätigt, wonach die 90-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen wolle und im nächsten Jahr aus der Serie aussteigen werde.
«Lindenstraßen»-Erfinder Hans W. Geißendörfer sagte in dem Blatt zu dem Vorwurf der Schauspielerin: «Dass sie weniger gedreht hat, hat nichts mit Jugendwahn, sondern leider mit ihrem Gesundheitszustand zu tun.» Es hätten immer wieder Drehtage mit Wendl abgesagt werden müssen. «Immer dann, wenn sie stehen und atmen konnte und Spaß am Spielen hatte, konnte sie bei uns drehen», sagte Geißendörfer der «BamS». (nz)