15.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Tom Cruise
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Tom Cruise kann es nicht lassen. Im Sinne von Scientology will er die Feuerwehrmänner, deren Lungen am 11. September 2001 geschädigt wurden, auf bizarre Weise kurieren.
Tom Cruise hat den Zorn amerikanischer Nationalhelden auf sich gezogen. Er will, dass Feuerwehrleute, deren Lungen beim Einsatz nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 geschädigt wurden, auf ihre Medikamente verzichten.
Stattdessen sollen sie sich den Riten der Glaubensorganisation Scientology folgend einer Reinigungsprozedur unterziehen, zu der es gehört, in die Sauna zu gehen und Öl sowie große Mengen des Vitamins Niacin einzunehmen.
Als Mitbegründer eines Entgiftungsprojekts für New Yorker Hilfskräfte unterstützt Cruise außerdem eine neue Scientology-Klinik, die nahe Ground Zero eröffnet hat, berichtet die «New York Post».
Allerdings wird die alternative Behandlung nicht nur als lächerlich, sondern auch als möglicherweise gefährlich für die Kranken kritisiert. Und das sowohl von Seiten der Mediziner als auch von Patienten.
Grenze überschritten«Es ist ein Problem, wenn unsere Ärzte uns Medikamente verschreiben und Scientology sagt 'Nehmt sie nicht», zitiert die Zeitung den Feuerwehrmann Frank Gribbon. Für den medizinischen Offizier seiner Dienststelle sei eine Grenze überschritten gewesen, als er erfahren habe, dass Scientologen Feuerwehrleute aufforderten, die Medikamente abzusetzen.
Cruise verteidigt seine Ansichten vehement wie immer: «Mehr als 500 Menschen hat dieses Projekt schon ihre Gesundheit wiedergegeben und fit gemacht für den Job.»
Entsprechend seinem Glauben hatte der Schauspieler jüngst seine Kollegin Brooke Shields scharf angegriffen, die nach der Geburt ihres Kindes unter Depressionen litt, die sie mit Psychopharmaka behandelte. (nz)