netzeitung.deSnoop Dogg kämpft für Ex-Bandenchef

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Der Rapper Snoop Dogg (Foto: Promo<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Rapper Snoop Dogg
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Lange gehörte der Rapper Snoop Dogg der berüchtigten «Crips»-Bande an. Deren Ex-Chef soll nun hingerichtet werden - tausende Menschen, darunter der Rapper, protestieren.

Der Rapper Snoop Dogg hat sich gegen die Hinrichtung seines früheren Bandenchefs eingesetzt. Snoop Dogg forderte den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger auf, die Hinrichtung von Stanley «Tookie» Williams auszusetzen.

Der 51-Jährige war nach zehn gewalttätigen Jahren als Chef der «Crips»-Bande in Los Angeles 1981 wegen vierfachen Mordes zum Tode verurteilt worden. Die Bande hatte sich in Los Angeles bisweilen schwer bewaffnet mit den Bloods bekriegt.

«Stanley Tookie Williams ist kein gewöhnlicher Mensch, sondern eine Inspiration, die am Leben bleiben muss», sagte der Rapper bei einer Großkundgebung vor den Toren des kalifornischen Staatsgefängnisses nahe San Francisco. Mehr als tausend Menschen, darunter viele Jugendliche, Geistliche und frühere Gang-Mitglieder, protestierten gegen die Hinrichtung, die für den 13. Dezember angesetzt ist.

«Er hat mich dazu inspiriert, etwas Gutes in meinem Leben zu tun», sagte der Musiker, der sich nach seiner eigenen kriminellen Vergangenheit für gefährdete Jugendliche in Armenvierteln einsetzt. Als Jugendlicher gehörte der Rapper selbst der berüchtigten «Crips»-Gang an. Williams habe jedoch dazu beigetragen, dass sich er sich geändert habe, sagte Snoop Dogg.

Zerstörte Hoffnungen
Williams, der seine Unschuld beteuert, hat sich inzwischen von Gewalt abgewendet. Er ist inzwischen ein bekannter Kinderbuchautor und ist in den vergangenen Jahren auch wiederholt für den Friedens- und Literaturnobelpreis vorgeschlagen worden.

Anwälte von Williams reichten bei Schwarzenegger ein Gnadengesuch ein. Der Republikaner hat seit seinem Amtsantritt aber bereits zwei Begnadigungsanträge anderer Todeskandidaten abgelehnt.

«Wir fordern nicht Tookies Freilassung, sondern nur, dass er am Leben bleibt», erklärte die Aktivistin Barbara Becnel, die als Mit-Autorin die Bücher des Häftlings herausgibt. Seine Hinrichtung würde die Hoffnung vieler Jugendlicher zerstören und mehr Leben kosten. (nz)