Steve McQueen: Leben am Anschlag
Gerade mal 50 Jahre alt war Steve McQueen, als er am 7. November 1980 an einer schweren Krebserkrankung starb. Doch ist der Held aus Filmen wie «Bullitt» und «The Getaway», der vielen als der «coolste Schauspieler der sechziger und siebziger Jahre» gilt, sehr lebendig in Erinnerung geblieben.
«Es gibt 'ne Menge Sachen, die ich einfach nicht spielen kann, und deshalb muss ich mir Figuren und Situationen aussuchen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie zu mir passen», fasste er selbst sein Talent zusammen. Weil er seine Grenzen kannte und meist die für ihn geeigneten Rollen bekam, wurde McQueen einer der bestbezahlten und populärsten Hollywood-Stars seiner Zeit.
Den internationalen Durchbruch schaffte der blonde Mann 1960 in dem Western «Die glorreichen Sieben» an der Seite von Stars wie Yul Brynner, Charles Bronson und Horst Buchholz. In den folgenden Filmen profilierte sich McQueen erfolgreich als skeptischer Antiheld, der in jeder Rolle dem Publikum glaubwürdig erschien, ob als Spieler, Edelganove oder als Polizist.
«Fürs Theater habe ich absolut nichts übrig», hat er allerdings bekannt, als er schon Filmruhm geerntet hatte. Erstmals vor der Kamera stand McQueen 1956 in dem Boxerdrama «Eine Hand voll Dreck» mit Paul Newman in der Hauptrolle. In diesem Film spielte er nur eine Randfigur. Doch in der 1958 gestarteten TV-Serie «Wanted - Dead or Alive» wurde der Schauspieler als Kopfgeldjäger dem amerikanischen Publikum ein vertrautes Gesicht.
Seine wahre Leidenschaft gehörte allerdings weniger den Frauen als der lebenslangen Rennbegeisterung: Ob auf dem Motorrad oder im Rennwagen: McQueen suchte das Risiko und genoss es - oft genug zur Verzweiflung seiner Produzenten. Aber die konnten sich dafür darauf verlassen, dass ihr Star für seine Millionengagen stets bereit war, auch die gefährlichsten Stunts selbst zu wagen. (AP)

