Madonna: Milch und «Trash-TV» sind böse
14.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Madonnas Single 'Hung Up'
Foto: Warner
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Auf ihrer neuen Single posiert Madonna lasziv wie Kylie Minogue. Im Kinderzimmer jedoch wird die 47-jährige Ex-Provokateurin und zweifache Mutter zur Diktatorin.
Am 11. November erscheint Madonnas neues Album «Confessions On A Dance Floor», auf dem die Sängerin nicht weniger macht als «die klassische Dance-Music für unsere Zeit neu erfinden» - so glaubt es jedenfalls ihre Plattenfirma. Die mittlerweile 47-Jährige nennt ihren Sound denn auch vollmundig «Future Disco» und wünscht sich von ihren Zuhörern folgende Reaktion: «Ich will, dass die Leute von ihren Sitzen aufspringen.» Passend zu den neuen Klängen hat sich die in London lebende US-Amerikanerin auch einen neuen Look überlegt:
Auf dem Cover ihrer erste Single «Hung Up» posiert sie mit langen roten Haaren und erinnnert dabei entfernt an Kylie Minogue. Soweit das Geschäftliche.
Keine Massenware bitte...Privat jedoch hat sich die einstige Provokateurin und Tabu-Brecherin mittlerweile zu einer puritanischen Verfechterin von konservativen Familienwerten entwickelt. In der Erziehung ihrer beiden Kinder Lola, neun, und Rocco, vier Jahre alt, sei sie ausgesprochen streng, verriet sie nun der Zeitschrift «Harpers & Queen». So dürften ihre Kinder kein Fernsehen sehen (O-Ton Madonna: «TV ist Trash, Müll»), und es gebe auch keine Zeitungen oder Zeitschriften in ihrem Haushalt. Auch der Speiseplan im Hause Ritchie sei eingeschränkt:
Strafdienst für Lourdes«Vollkornprodukte, saisonale Küche, keine Nahrung aus der Massenproduktion. Unser Koch macht oft Sushi oder Lachs. Und Gemüse. Aber keine Milchprodukte», so die Sängerin. Ausnahmen gebe es höchstens, wenn ihr Ehemann Guy Ritchie dagegen verstoße. Er kaufe den Kindern schon einmal Pizza oder nehme sie außerhalb der verabredeten Zeiten mit in den Park.
Die Rollenverteilung sei klar, so die für ihre Perfektion bekannte Künstlerin: «Ich bin die Böse, er ist der Gute». Sie achte darauf, dass die Kinder ihre Hausaufgaben machten, sich die Zähne putzen und aufräumen. Besonders ihre Tochter Lourdes, kurz Lola genannt, müsse sie da aber etwas härter rannehmen. «Meine Tochter hat ein Problem damit, Dinge aufzuräumen. Wenn ihre Kleider auf dem Boden liegen, sind sie weg, wenn sie wieder nach Hause kommt.» Die Neunjährige müsse sich ihre Sachen dann durch besonders gutes Verhalten erst wieder «verdienen», so Madonna.