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Rapper Bushido bereut Prügelei

25. Sep 2005 13:34
Rapper Bushido
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Nach seiner Entlassung aus der U-Haft wünscht Rapper Bushido, es wäre erst gar nicht zu einer Verhaftung wegen einer Prügelei gekommen. Einen positiven Aspekt hatte die Haft aber.

Deutschlands erfolgreichster Gangsta-Rapper Bushido kann seiner Verhaftung auch positive Seiten abgewinnen: «Ja, es ist ein bisschen pervers. Wenn ich dadurch jetzt ein paar mehr Platten verkaufe, werde ich mich zwar nicht beklagen», sagte er der «Welt am Sonntag». «Andererseits wünschte ich mir, es wäre nicht passiert», schränkte der Rapper ein.

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Der 26-Jährige war Anfang August wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung nach einer Prügelei verhaftet worden und saß 15 Tage in Untersuchungshaft.

Der Berliner Musiker war im österreichischen Linz wegen des Vorwurfs festgenommen worden, er habe gemeinsam mit seinem Bodyguard einen 20-Jährigen zusammengeschlagen. Bei dem angeblichen Opfer waren später ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Gehirnblutung festgestellt worden.

Bushido auf Kaution freigelassen

Der 26-jährige Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, soll den Mann verdächtigt haben, die Reifen seines Autos zerstochen zu haben. Der Jugendzeitschrift «Bravo» sagte er kürzlich, dass er unschuldig sei.

Bushido, der allein im vergangenen Jahr über 200.000 CDs verkaufte, musste 100.000 Euro Kaution zahlen und darf Österreich nur in Ausnahmefällen verlassen.

Der Berliner Musiker, der vor allem mit provokanten Texten und Tabubrüchen auf sich aufmerksam gemacht hatte, hatte seine Texte immer verteidigt: Es sei die Freiheit des Rappers, alles sagen zu können, ohne tatsächlich daran zu denken, jemandem Gewalt anzutun.

Sachen, die eine Frau machen muss

Auch Bushidos Frauenbild ist provokant: «Ich bin schon für Gleichberechtigung, aber es gibt trotzdem Sachen, die muss eine Frau machen, und es gibt Sachen, die ein Mann machen muss. Natürlich kann ich auch kochen, aber wenn eine Frau im Haushalt ist, dann sollte sie es übernehmen, weil es eine Tätigkeit ist, die ihr näher liegt.»

Bushidos neues Album «Staatsfeind Nr. 1» soll Anfang November erscheinen. (nz)

 
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