netzeitung.deFler: Schröder hatte schon viele Frauen und so

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Wer hätte das gedacht: Aggro-Rapper Fler ist Schröder-Fan. Katja Ebstein und Ben Tewaag hätten gerne eine Große Koalition, und Mariella Ahrens empfiehlt das Jamaika-Modell.

Zwei Tage nach der Wahl dürfen sich nun auch Prominente zum Regierungsbildungs- Durcheinander äußern. Als der Berliner Rapper Fler nach seiner Meinung gefragt wurde, antwortete er Erstaunliches: «SPD ist cooler, sozialer, gerechter und so», zitiert ihn «Bild». «Und Schröder is'n Player, der hatte schon viele Frauen und so.»

Allerdings räumte der 23-Jährige, der in seinem Sommerhit «Neue deutsche Welle» mit rechter Symbolik spielte, auch ein, dass er mit Politik eigentlich nicht viel anfangen könne: «Politik ist ein großes Chaos! Ich blick' da nicht mehr durch. Im Endeffekt wollen sie alle irgendwas gutmachen, aber passiert ist schon lange nichts mehr!»

Andere Prominente präsentierten auf die «Bild»-Anfrage kreative Lösungen für das momentane Durcheinander: «Wenn es nicht so unproduktiv wäre, dann müsste ein Mix aus allen Parteien regieren», findet etwa Sängerin Katja Ebstein. «Realistisch ist eine große Koalition», schob sie allerdings nach, «da könnte doch jede Partei für jeweils zwei Jahre den Kanzler stellen.»

Fischer und die FDP
Als Fans einer Großen Koalition outeten sich auch ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh und Uschi-Glas-Sohn Ben Tewaag. Dagegen könnten sich die Schauspielerinnen Mariella Ahrens und Anne-Sophie Briest das Jamaika-Modell Schwarz-Gelb-Grün vorstellen – im Fall von Briest vor allem aus personellen Gründen: «Mein Wunsch ist es, dass Joschka Fischer uns als Außenminister erhalten bleibt und sich die Liberalen um die Wirtschaft kümmern.»

Dagegen herrscht bei Sat-1-Mann Ulrich Meyer nach der Wahl Katzenjammer: «Eine der größten Wahlen des Kontinents – und wir Wähler müssen ohnmächtig abwarten, was sich die politische Klasse daraus zurechtzubasteln bereit ist.» (nz)