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Türck-Prozess: Richterin rügt ersten Zeugen

09. Aug 2005 15:49
Andreas Türck schwieg am ersten Tag des Prozesses gegen ihn
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Ein früherer Freund von Andreas Türck legte im Zeugenstand einen seltsamen Auftritt hin. Die sichtlich genervte Richterin unterbrach den Prozess deshalb sogar kurzzeitig.

Mit viel Unruhe und unter streckenweisem Gelächter ist am Dienstag der erste Zeuge im Vergewaltigungsprozess gegen den TV-Moderator Andreas Türck vernommen worden. Der 37-jährige frühere Freund des Angeklagten, der während des mutmaßlichen Verbrechens am 25. August 2002 in der Nähe gestanden hatte, sorgte dabei für einige Lacher. So erklärte der Mann vor dem Frankfurter Landgerichts, er sei auch deshalb nicht mehr mit Türck befreundet, weil sie vor zwei Jahren «die gleichen Interessen bei einer Frau» verfolgt hätten.

Türck beteuert Unschuld

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Der Mann war gemeinsam mit Andreas Türck am 25. August 2002 in der Frankfurter Discothek «Sansibar» und hatte zwei junge Frauen von dort in seinem Auto mitgenommen, um ein anderes Lokal aufzusuchen. Auf einer Brücke am Main hielt er an, und alle stiegen aus. Nach Angaben der damals 26-Jährigen zwang Türck sie wenig später gewaltsam zu Oralverkehr und schlug ihren Kopf gegen das Brückengeländer.

Zeuge: Keine Gewalt

Der Zeuge wiederum sagte aus, dass er auf der Brücke keinerlei Anzeichen von Gewalt zwischen Türck und der Frau bemerkt habe, da er sonst sicherlich eingeschritten wäre. Zunächst habe er mit der Frau im Auto geknutscht, bevor die sich mit Türck befasst hätte. So habe er gesehen, wie sie vor seinem Freund kniete und ihn oral befriedigte. Die ebenfalls noch anwesende Freundin der Frau sei «total geschockt» gewesen.

Der 36-jährige Türck sagte zum Prozessbeginn nur, er sei unschuldig und schwieg ansonsten. Außerdem lehnte seine Verteidigerin das Gericht wegen Befangenheit ab, der Antrag wird nun geprüft.

Staatsanwältin Naja Niesen wies den Zeugen darauf hin, dass gegen ihn ein Verfahren wegen versuchter Strafvereitelung laufe. Daraufhin brachen die Zuschauer im Gerichtssaal in lautstarkes Gelächter aus, so dass die Vorsitzende Richterin Bärbel Stock drohte, sie werde den Saal räumen lassen. Dies sei ja «kein Jahrmarkt, betonte sie und unterbrach danach zum vierten Mal die Verhandlung.(nz)

 
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