Der Zeuge wiederum sagte aus, dass er auf der Brücke keinerlei Anzeichen von Gewalt zwischen Türck und der Frau bemerkt habe, da er sonst sicherlich eingeschritten wäre. Zunächst habe er mit der Frau im Auto geknutscht, bevor die sich mit Türck befasst hätte. So habe er gesehen, wie sie vor seinem Freund kniete und ihn oral befriedigte. Die ebenfalls noch anwesende Freundin der Frau sei «total geschockt» gewesen. Der 36-jährige Türck sagte zum Prozessbeginn nur, er sei unschuldig und schwieg ansonsten. Außerdem lehnte seine Verteidigerin das Gericht wegen Befangenheit ab, der Antrag wird nun geprüft.
Staatsanwältin Naja Niesen wies den Zeugen darauf hin, dass gegen ihn ein Verfahren wegen versuchter Strafvereitelung laufe. Daraufhin brachen die Zuschauer im Gerichtssaal in lautstarkes Gelächter aus, so dass die Vorsitzende Richterin Bärbel Stock drohte, sie werde den Saal räumen lassen. Dies sei ja «kein Jahrmarkt, betonte sie und unterbrach danach zum vierten Mal die Verhandlung.(nz)