netzeitung.deSchauspieler Klaus Pönitz gestorben

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Klaus Pönitz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Klaus Pönitz
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Vor sechs Jahren verlor Schauspieler Klaus Pönitz («Wolffs Revier») sein letztes TV-Engagement. Nun starb er einsam in Berlin - seine Leiche wurde erst nach Tagen gefunden.

In der Sat.1-Serie «Wolffs Revier» starb Komissar Sawatzi am 27. Mai 1999 den Fernsehtod. Darsteller Klaus Pönitz, damals Ende 50, habe halt «nicht mehr so rennen» können, zitierte die «Zeit» die damalige Sat.1-Sprecherin Ulrike Seiler in einem kritischen Stück über den Jugendwahn im deutschen Fernsehen.

Der renommierte Schauspieler mit Defa-Vergangenheit war nicht der einzige Mime, dem im Alter die Rollen versagt blieben. Doch für Pönitz war das Ende des Engagements scheinbar auch der Anfang eines existenziellen Abstiegs.
Keine Jobs mehr für den Grimme-Preisträger
Wie «Bild» berichtet, wurde der 65-Jährige in seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg aufgefunden. Wie die Polizei bestätigte, war er bereits mehrere Tage tot. Eine Nachbarin hatte den Verwesungsgeruch bemerkt und Polizei und Feuerwehr alarmiert.

Gerichtsmediziner gehen von Herz-Kreislauf-Versagen aus. Laut «Bild» wies sein Körper aber auch Zeichen starken Alkoholkonsums auf. Seit dem Ende des Sat.1-Engagements soll der gebürtige Dresdener keine Jobs mehr gehabt haben.

Als «Wolffs Revier» 1993 als erste Produktion eines privaten TV-Senders mit dem renommierten Grimme-Preis gewürdigt wurde, gehörte Pönitz zu den drei Preisträgern. Seine Schauspielkarriere begann nach einem Studium in den 60er Jahren in Leipzig. «Der rote Reiter» (1969/70) und «Dornröschen» waren seine ersten Filmrollen. (nz)