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«Was heißt Presswurst auf Englisch?»

06. Jul 2005 11:38
Mariah Carey und Thomas Gottschalk - damals allerdings bei 'Wetten, dass...?
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Gottschalk meets Jauch, Carrell und Pocher: Das Moderatoren-Gipfeltreffen bei «Gottschalk & Friends» bot zahlreiche Gags - allerdings auf Kosten einer sichtlich überforderten Mariah Carey.

«Newcomer & Showgiganten», so lautete der Titel der gestrigen Late-Night-Show von Thomas Gottschalk. Die Gästeliste des ZDF-Moderators las sich vielsprechend, hatten doch mit Günther Jauch, Rudi Carrell und Oliver Pocher drei wortgewandte Kollegen des 55-Jährigen zugesagt. Nachdem «Wetten, dass...?»-Star Gottschalk zuletzt ein wenig zu sehr in seinen eigenen Verdiensten als Showmaster schwelgte, durften die Zuschauer also auf ein wenig mehr Witz und Ironie in den Gesprächen hoffen. Und mit Fragen wie «Rudi, woran merkt man, dass es Zeit ist, nicht mehr vor der Kamera zu stehen?», schien der Gastgeber gar so etwas wie Selbstkritik üben zu wollen.

Von der Straße geholt

Mehr in der Netzeitung:
Gottschalks eigene, nur wenig später formulierte These, dass man als Moderator möglichst «wenig Ärger bekommen wolle», wurde allerdings von allen Beteiligten abgelehnt. Frech und provozierend müsse man schon sein, so Altstar Rudi Carrell, der mit dem Satz «heutzutage holt man die Jugend von der Straße und gibt ihnen eine Volksmusiksendung», gleichzeitig eine Spitze auf den Nachwuchs abfeuerte. Gemeint haben könnte er damit auch Oliver Pocher, dessen provokante Arbeitsweise dem Publikum gleich anschließend in einem «TV Total»-Ausschnitt vorgeführt wurde.

Lesung von Hilton meets Gottschalk

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  • Shakira und Paris Hilton bei Gottschalk 09. Mai 2005 09:45, ergänzt 09:48
  • In der gezeigten Anmoderation zu Stefan Raabs Springturnier gelang es dem umstrittenen Jungstar gleich in mehrere Fettnäpfen zu treten. So bezeichnete er unter anderem Udo Jürgens als Sexprotz. Die Diskussion, die sich nun angeboten hätte, blieb aber leider aus, weil Gottschalk lieber Altstar Barry Ryan auf die Bühne schickte. Zur De-Eskalation jedoch trug das nicht wirklich bei. Nach dessen Auftritt hatte nämlich Dauer-Gast Mike Krüger das Moderatoren-Quartett komplettiert. Auch er ging den Gastgeber erfrischend despektierlich an, indem er einfach dessen viel kritisiertes Gespräch mit Paris Hilton bei «Wetten, dass...?» im Wortlaut vorlas (O-Ton Gottschalk: «Komm ich Dir bekannt vor?« Hilton, piepsend: Oh, yes, Malibu!».)

    «Wir bedauern Dich nicht...»

    Der sichtlich überraschte Gottschalk versuchte sich zwar noch zu rechtfertigen - «aber sie war doch 30 Minuten zu spät» -, wurde aber von Krüger wenig verständnisvoll abgewatscht: «Deshalb bedauern wir Dich nicht. Du lädst doch nur solche Leute ein».

    Vollends bizarr wurde die Szenerie dann durch den irgendwie unmotiviert wirkenden Auftritt von US-Sängerin Mariah Carey, die im hautengen Mini und mit hohen Stöckelschuhe wie ihre eigene Karikatur aussah. Von Oliver Pocher entsprechend begrüßt («Was heißt Presswurst auf Englisch?»), war die sichtlich verwirrte, aber dauerlächelnde Diva in zunehmend enthemmten Männerrunde fortan ein ständiges Objekt von Altherrenwitzen (etwa Carrells: «Dass ich nicht schwul geworden bin, liegt auch an Mariah Carey»), ohne sich wehren zu können.

    Als Mike Krüger dann auch noch auf der Gitarre einen seiner Hits mit dem vielsagenden Refrain «Wenn die nach vorne fällt, bist du weg» vortrug - und damit auf Careys wie immer beängstigend tief dekolletierte Oberweite anspielte - driftete die Situation endgültig ins Absurde. Auf dem Niveau braucht «Gottschalk & Friends» keine Konkurrenz zu fürchten - Herr seiner Show allerdings war der Moderator zu dem Zeitpunkt wohl nicht mehr. (nz)

     
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