02.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Tom Cruise und Brooke Shields
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Brooke Shields lässt sich die Kritik von Tom Cruise nicht gefallen. Seine Behauptung, sie hätte ihre Depressionen besser mit Sport und Vitaminen kuriert, nennt sie «lächerliches Gerede».
Die US-Schauspielerin Brooke Shields hat am Freitag in der «New York Times» einen Essay veröffentlicht, in dem sie sich gegen die Kritik Tom Cruises wehrt.
Cruise hatte Shields vor einer Woche in der US-Show «Today» angegriffen: Shields hatte ihre Wochenbettdepressionen, unter denen sie nach der Geburt ihrer Tochter Rowan Francis im Frühjahr 2003 litt, mit Antidepressiva behandelt und war zu einem Psychiater gegangen. Cruise hatte in der Show seiner Kollegin jedoch empfohlen, die Beschwerden mit Sport und Vitaminen zu behandeln.
In ihrem Essay bezeichnete sie nun Cruises Kritik als «leeres und lächerliches Gerede». «Ich hatte gehofft, es würde nicht so weit kommen, aber nach dem Interview Tom Cruises mit Matt Lauer in der NBC-Show »Today« in der vergangenen Woche fühle ich mich verpflichtet, nicht nur für mich selbst zu sprechen, sondern auch für die hunderttausenden Frauen, die an Wochenbettdepressionen litten.»
«Cruise litt nie an Wochenbettdepressionen»«Ich wage eine Spekulation und behaupte, dass Cruise noch nie an einer postnatalen Depression gelitten hat», schrieb Shields. Das Antidepressivum und die wöchentlichen Therapiestitzungen hätten jedoch sie und ihre Familie gerettet. Experten schätzten, dass eine von zehn Frauen unter den Beschwerden leide, so Shields.
Cruise hatte in der Show außerdem gesagt, dass Shields und Lauer nichts von der Geschichte der Psychiatrie verstünden. Scientology, deren Anhänger Cruise ist, lehnt die moderne Psychiatrie ab.
Wenn die Kritik Cruises etwas Gutes bewirken könnte, dann wenigstens, dass einer ernstzunehmenden Krankheit die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werde, so Shields. (nz)