04.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Stefan Raab
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Stefan Raab war ein bisschen kreativ und hat sich einen neuen Text zur Nationalhymne ausgedacht. Der Song über eine «feuchte Waterkant» könnte jedoch strafrechtliche Folgen haben.
Der Unterschied liegt wohl in der Absichtlichkeit: Während Sarah Connor mit «Brüh im Lichte dieses Glückes» für eine unbeabsichtigte Peinlichkeit sorgte, könnte Stefan Raabs bewusste Verhunzung der Nationalhymne ernste Folgen haben.
Den Kalle mit Kerz verbranntIn seiner Sendung «TV Total» witzelte der Komiker über den Sing-Unfall der 24-Jährigen und textete die deutsche Nationalhymne um: «Kleinigkeit und Hecht und Freizeit, spür das feuchte Waterkant - damals hast Du Kalle eben fürchterlich mit Kerz verbrannt.»
Das stieß auf Empörung: Der Rechtsexperte der CSU im Bundestag, Norbert Geis, sagte der «Bild»-Zeitung: «Herr Raab hat sich im Ton vergriffen und die Nationalhymne verunglimpft. Dafür muss es eine Strafe geben. Die Staatsanwaltschaft sollte ein Ermittlungsverfahren einleiten. Der Staat darf sich nicht jeden Blödsinn gefallen lassen.» Raab wollte den Vorwurf nicht kommentieren.
Laut dem Strafgesetzbuch könnte die Verunglimpfung der Nationalhymne bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe zur Folge haben. (nz)