netzeitung.de«Mein Leben ist aufregend und ich bin blond»

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Gottschalk im Bann von Paris Hilton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gottschalk im Bann von Paris Hilton
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Mit tiefem Dekolleté und Schlitz im Kleid hat sich Paris Hilton bei «Wetten, dass...» präsentiert. Da machte es kaum noch etwas aus, dass sie ohne Mikrofon auf die Bühne kam.

Von Ingo Bierschwale

Kein orientalischer Bauchtanz mit Popstar Shakira und auch kein Duett mit Sänger Mustafa Sandal unter Halbmond und Sternenhimmel der Türkei: Beim Open-Air-Sommerspezial von «Wetten, dass.. .?» am Pfingstsonntag im antiken Amphitheater von Aspendos begnügte sich Thomas Gottschalk mit «Iyi aksamlar, Türkiye» (Guten Abend, Türkei) und «Haydi baslayalim» für «Top, die Wette gilt».

Voller Stolz präsentierte der Show-Master in der ZDF-Sendung dagegen eine blonde Schönheit, Hotel-Erbin und US-Filmsternchen Paris Hilton, laut Gottschalk «ein Faszinosum».

Nach Angaben des Senders verfolgten in Deutschland 12,3 Millionen Menschen die Show am Bildschirm (Marktanteil 39,2 Prozent). Das Glamourgirl im tief dekolletierten gelben Kleid mit langem Schlitz bildete den Höhepunkt des Abends.

«Wir wissen, dass ganz Amerika verrückt nach Dir ist», führte Gottschalk die 24-Jährige ein, die ihm und den 5000 Zuschauern verriet, warum sie so bekannt und so beliebt ist: «Ich habe ein tolles aufregendes Leben, und ich bin blond». Dass die gerade von den Filmfestspielen in Cannes eingeflogene Schönheit ohne Mikrofon auf die Bühne kam, störte dann eigentlich auch niemanden.

Kein Platz für Mikro am Ausschnitt
«Wo soll das Mikrofon auch hin?», kommentierte der Show-Master mit Blick auf das Dekolleté. Auf Armen tragen durfte sie Wettpate und Schauspieler Ralf Moeller, der als römischer Gladiator mit einem Eselskarren in die Arena gefahren kam. Zu einem Ritt auf dem Esel konnte aber auch der muskelstarke Moeller Paris Hilton nicht überreden. «Darauf möchte ich nicht reiten», widerstand die Blondine, die sich daheim mit «Frettchen, Häschen, Hamstern und Chinchillas» umgibt.

Zum Glück für den Show-Master bekam die Tierliebhaberin nicht mit, dass dieser ihr Chihuahua-Hündchen Tinkerbell zuvor respektlos als «Köter» bezeichnet hatte. Keine Sternstunde trotz nächtlichen Sternenhimmels war die 156. Ausgabe der ZDF-Erfolgsshow für die Wettkandidaten, die diesmal so international wie die Gäste waren.

Wettkönig stand auf Glühbirnen
Zum Wettkönig gekürt wurde Benshui Zhao, ein Arbeiter aus Peking, der auf sechs brennenden Glühbirnen stehend ein Fahrrad mit den Zähnen in die Höhe hielt und dabei ein Lied sang bis die Turnschuhe zu qualmen begannen. Ebenso erfolgreich wie graziös absolvierte die kleine Chinesin Wu Xue ihre Wette. Auf Rollschuhen sauste das Schulmädchen unter einer 25 Zentimeter über dem Boden aufliegenden Glasplatte hindurch und vollführte dabei einen extremen Spagat.

Drei der fünf Wetten, für die der Schauspieler Heiner Lauterbach, «Gladiator» Moeller, Rennfahrer Kimi Räikkönen, Rocksänger Peter Maffay sowie das Comedy-Duo Erkan und Stefan Pate standen, blieb der Erfolg versagt. So auch dem Spanier Aimar Irigoyen, der eine 100 Kilogramm schwere Steinkugel 20 Mal um den Hals kreisen lassen wollte und sie nach dem 14. Mal erschöpft zu Boden sinken ließ. «Die Kugel kriegen wir hier ja niemals wieder weg. Will jemand ins Fernsehen?», wandte sich Gottschalk Hilfe suchend an das Publikum.

«Krasse» Grüße von Erkan und Stefan
Verschont blieb der Show-Master davon, die nächste Show im Oktober im Trainingsanzug zu absolvieren. Dafür durften Erkan und Stefan «krasse» Urlaubskartengrüße für einige der Zuschauer aufsetzen. Ihrem Wettkandidaten Erkan Soysal aus Köln war es nicht gelungen, mit dem Schläger drei von sechs Tennisbällen aufzufangen, die sein Partner Martin Sieber vom Theaterhügel in die Arena geschlagen hatte.

Auch die aus der Schweiz zugeschaltete Außenwette, bei der der Italiener Mario Piva mit der Stoßstange eines Sattelschleppers 20 Hühnereier in 20 Champagnergläser füllen sollte, scheiterte an einem Ei zu wenig.

Neben den Auftritten von Shakira, Peter Maffay, Mustafa Sandal, dem Rapper K-Maro und dem «Cosmopolitan Quartet» Il Divao gab es auch Literatur vom Feinsten: Heiner Lauterbach trug das Gedicht «Der Panther» von Rainer Maria Rilke vor. «Es muss möglich sein, auch mal zwei Minuten Literatur durchzuhalten», ermunterte Gottschalk das Publikum. (dpa)