27.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Maria Schell auf einem Archivbild von 1995.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die österreichische Schauspielerin Maria Schell ist tot. Sie starb im Alter von 79 Jahren. Die Schwester von Maximilian Schell war das Idol einer Generation.
Die international bekannte österreichische Schauspielerin Maria Schell ist tot. Die gebürtige Wienerin starb 79-jährig auf ihrer Alm in Kärnten, wie der österreichische Rundfunk ORF am Mittwoch berichtete. Maria Schell sei «friedlich eingeschlafen».
Die Schauspielerin war am Karfreitag wegen einer Lungenentzündung vorübergehend in ein Grazer Krankenhaus eingeliefert worden. Dort hatte sie auch ihr Bruder Maximilian besucht.
Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte sie Ende Februar 2002 bei der Premiere des Films ihres Bruders Maximilian «Meine Schwester Maria» in Wien. Im Rollstuhl sitzend erhielt sie damals «Standing Ovations» vom Publikum.
Maria Schell wurde am 15. Januar 1926 in Wien geboren. Ihr aus der Schweiz stammender Vater war Schriftsteller, ihre Mutter Schauspielerin. Mit ihrem mädchenhaften Charme wurde «der blonde Engel» in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts rasch zum weiblichen Top-Star des deutschen Films und zum Idol einer ganzen Generation, zum gefeierten Leinwandstar. Die Schell überzeugte mit der authentischen Darstellung großer Gefühle und ihrem viel beschworenen «Lächeln unter Tränen». Zusammen mit O. W. Fischer avancierte sie zum Traumpaar des deutschen Films.
Den internationalen Durchbruch schaffte Maria Schell mit dem Anti-Kriegs-Film «Die letzte Brücke» (1954) und endgültig mit «Die Brüder Karamasow» (1958). Für ihre Rolle in «Die letzte Brücke» wurde sie 1954 als beste Darstellerin bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Insgesamt sieben «Bambis» hat Maria Schell für ihre Weltkarriere entgegengenommen. (nz)