netzeitung.deJane Fonda bezichtigt sich des Verrats

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Jane Fonda (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jane Fonda
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Die Schauspielerin Jane Fonda distanziert sich in einem TV-Interview von der Aktion, die ihr den Spitznamen «Hanoi Jane» einbrachte.

Die zweimalige Oscar-Gewinnerin Jane Fonda hat ihren umstrittenen Besuch einer Flugabwehrstellung in Nordvietnam im Jahr 1972 jetzt selbst als Verrat bezeichnet. Sie habe damit die amerikanischen Streitkräfte und das «Land, das mir Vorteile verschafft hat», verraten, sagte die Schauspielerin in einem Interview der US-Fernsehsendung «60 Minutes», das am Sonntag gesendet wird.

Die Bilder von ihr auf feindlichen Flugabwehr-Kanonen seien der «größte Aussetzer der Urteilskraft» gewesen, den sie sich vorstellen könne, sagte die 67-Jährige. Ihre Aktion hatte Fonda damals den Spitznamen «Hanoi Jane» eingebracht. Treffen mit amerikanischen Kriegsgefangenen in Nordvietnam oder Auftritte in Sendungen von Radio Hanoi bereue sie aber nicht. «Unsere Regierung hat uns belogen und deswegen sind Menschen umgekommen», sagte sie.

In dem Interview erzählte Fonda auch, dass ihr erster Ehemann, der französische Regisseur Roger Vadim, sie zu Sex zu dritt überredet habe. «Ich dachte, wenn ich ablehnen würde, würde er mich verlassen, und ich konnte mir nicht vorstellen, ohne ihn zu leben», sagte die Schauspielerin. Im April erscheint in den USA Fondas Autobiografie «My Life so far», in dem sie weitere Details über ihr Eheleben verrät. (nz)