Handy fürs Grab entwickelt
01.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Einmal installiert, ist sozusagen der Dialog mit dem Verstorbenen möglich. Als Zielgruppe hat der Erfinder Menschen ausgemacht, die im Zwiegespräch ihre Trauer bewältigen wollen. «Menschen, die krank sind, keine Zeit haben oder zu weit entfernt wohnen, um ihre Verstorbenen am Grab zu besuchen, können jetzt anrufen», so Bröther, der sein Gerät «Telefon-Engel» genannt hat, im Interview mit der Nachrichtenagentur AP.
Dazu haben Bröther und sein Partner den wohl stärksten Handy-Akku entwickelt. Die Mindestgesprächsdauer liegt 200 Stunden, die Stand-by-Zeit bei einem Jahr. Genau dieser Akku macht den «Telefon-Engel» auch zu einem ausgesprochen großem Handy. 21 mal zwölf mal neun Zentimeter misst der wasserdichte Kasten. Die Verbindung kommt sofort zu Stande, ein Klingelzeichen aber hat der «Telefon-Engel» nicht. Im Grab dauerhaft liegen bleiben soll das Gerät übrigens nicht. Bröther erstattet jedem Käufer 50 Euro, der den «Telefon-Engel» nach der Trauerzeit zurückschickt.(nz)

