17. Jan 2005 16:53
Am vergangenen Wochende ist mit Walter Ernsting «der Vater der deutschen Science Fiction» gestorben. Unter dem Pseudonym Clark Darlton schrieb er unzählige «Perry Rhodan»-Abenteuer.
Ernsting wurde 1920 in Koblenz geboren. Als Wehrmachts-Soldat wurde er unter anderem in Russland stationiert, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet, aus der er erst 1950 zurückkehrte. Wie es auf der offiziellen Website des Perry-Rhodan-Verlages Pabel-Moewig zu lesen ist, hat Ersting in dieser Zeit angefangen, eigene Geschichten zu erfinden, meistens Science Fiction.Nach 1950 arbeitete er als Übersetzer und arbeitete dann für den Erich Pabel Verlag in Rastatt, wo er die Science-Serie «Utopia-Großband» betreute. Eigene Romane publizierte er ab 1955 unter dem Pseudonym Clark Darlton. Unter diesem Namen wurde er 1961 zu einem der zwei Chefautoren der «Perry Rhodan»-Reihe. Seine Figur Gucky, der gedankenlesende Mausbiber, wurde zu einer beliebten SciFi-Figur.
In den achtziger Jahren zog sich Ernsting zunehmend zurück. Auf der großen Perry-Rhodan-Weltconvention 1991 hatte er sich zum letzten Mal einem großen Fan-Publikum gezeigt. (nz)