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Polizei: Moshammer gegen Mitternacht ermordet

14. Jan 2005 15:03, ergänzt 16:08
Polizisten vor der Villa in Grünwald und Moshammers Rolls Royce
Modemacher Rudolph Moshammer wurde vor seiner Ermordung zuletzt am Donnerstagabend gesehen. Vermutlich, so die Polizei, ließ er seinen Mörder selbst ins Haus.

Thema: Moshammers Tod
Der Münchner Modemacher Rudolph Moshammer ist nach derzeitigem Erkenntnisstand der Polizei ermordet worden. Als man ihn fand, hatte er ein Kabel um den Hals, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Er habe keine weiteren Verletzungsspuren gehabt.

Die Leiche Moshammers werde derzeit obduziert, erste Ergebnisse würden am frühen Abend erwartet, hieß es. Die Münchner Polizei hat eine Sonderkommission mit 20 Mitarbeitern eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft schließt einen Selbstmord aus.

Freunde werden befragt

Bilderschau:
Am Tatort wurden keine Einbruchsspuren gefunden. Derzeit werden dort noch Spuren gesichert, Ermittler befragen Freunde und Bekannte Moshammers. Nach ersten Erkenntnissen war er am Donnerstagabend mit einer Bekannten in einem Lokal in Grünwald essen. Dieses verließ er nach Zeugenaussagen gegen 21 Uhr allein und fuhr mit seinem schwarzen Rolls Royce davon - ohne Begleitung.

Rudolph Moshammer und Daisy
Andere Zeugen sahen Moshammer gegen 22 Uhr mit seinem Auto allein am Kapuzinerplatz, in der Nähe des Schlachthofviertels. Auch am Hauptbahnhof soll er gesehen worden sein. Die Polizei hofft nun auf weitere Zeugen, die Moshammer später noch gesehen haben. Bislang geht die Polizei davon aus, dass Moshammer gegen Mitternacht getötet wurde.

Vermutlich hatte der Modeschöpfer den Täter selbst ins Haus gelassen.

Tot im Flur gefunden

Der 64-jährige Moshammer sei tot im Flur im ersten Stock seines Hauses gefunden worden und habe eine Hose, ein Sacko und ein Hemd getragen, so die Polizei. Sein Hund Daisy sei im Schlafzimmer gewesen. Daisy ist nach Polizeiangaben derzeit bei der Polizei in Grünwald. Moshammers Chauffeur kümmere sich um ihn.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, Zeugenvernehmungen und moderne Kriminaltechnik seien nun entscheidend, um den Täter zu finden. Derzeit könne man dazu keine konkreten Aussagen machen. (nz)

 
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