14. Jan 2005 12:31
Immer in den Medien, aber eigentlich ein verschlossener Typ: «Bunte»-Reporter Paul Sahner sieht Rudolph Moshammer als einsamen Menschen.
Nach dem offenbar gewaltsamen Tod von Modemacher Rudolph Moshammer dürfte nun auch dessen Privatleben in den Fokus der Ermittler rücken. Laut dem Chefreporter der Zeitschrift «Bunte», Paul Sahner, war «Mosi» - so der Spitzname des Modeschöpfers - sehr beliebt und habe keine Feinde gehabt.Als «sehr eitler Mensch» sei er zwar Teil der Münchner Schickeria gewesen, aber er habe sich «innerlich verschlossen», vor allem nach dem Tod seiner Mutter Else Moshammer im Jahr 1993, sagte der Journalist in den TV-Sender N24. «Freunde hatte er ganz, ganz wenige», sagte Sahner.
Dazu zählte der Sänger Roberto Blanco, mit dem Moshammer noch am vergangenen Samstagabend in einem Schwabinger Nobelrestaurant dessen Versöhnung mit Ehefrau Mireille gefeiert hatte. Sahner erklärte, Moshammer habe im Homosexuellen-Milieu viele Freunde gehabt.
Der Fall erinnert an den Mord an Schauspieler Walter Sedlmayr, der am 14. Juli 1990 in seiner Wohnung von zwei Brüdern, die Vertraute von Sedlmayr waren, umgebracht worden war. (nz)