In einem ARD-Bericht aus dem vergangenen Dezember wurde bekannt, warum Moshammer sich so um Obdachlose bemüht hat: Sein Vater starb nach einem Leben auf der Straße. Deshalb «schlägt mein Herzblut für Obdachlose», wurde der Designer in dem Bericht zitiert. «Das sind liebenswerte, wertvolle Menschen, Menschen wie du und ich, die durch Umstände in die Obdachlosigkeit gerutscht sind.»Auch er selbst, der als Szene-Star im Luxus lebte, habe als Kind Armut und Not erlebt, heißt es weiter. Als sein Vater arbeitslos wurde, hätten er und seine Mutter «Tag und Nacht arbeiten» müssen. «Wir fanden fast keinen Schlaf.» Dass sein Vater dann die Familie verließ und auf der Straße lebte, habe er nie verwunden.
Der 59-Jährige hat zudem eine Stiftung und den Verein «Licht für Obdachlose» gegründet. In Zusammenarbeit mit der Münchner Tafel verteilte er alljährlich Advents-Spenden an Menschen, die auf der Straße leben. Das Besondere an Moshammer, so Adamidu, sei gewesen, dass seine Hilfe nichts Einmaliges war. «Er blieb am Ball.» (nz)