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Münchner Modemacher
Rudolph Moshammer ist tot

14. Jan 2005 10:02, ergänzt 12:42
Rudolph Moshammer mit Daisy
Designer Rudolph Moshammer ist tot in seiner Wohnung entdeckt worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde er ermordet.

Thema: Moshammers Tod
Der Münchner Modemacher Rudolph Moshammer ist tot in seiner Wohnung gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fiel er einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Die Polizei bestätigte, dass Moshammer ermordet wurde. Die Todesursache sei «Gewalteinwirkung gegen den Hals» gewesen. Die Mordkommission ermittelt. Nach Polizeiangaben soll die Leiche noch am Freitag obduziert werden.

Nach Medienberichten, die die Polizei bislang nicht bestätigen wollte, wurde Moshammer mit einem Telefonkabel um den Hals gefunden.

Bilderschau:
Der tote Designer wurde am Freitagmorgen um 9 Uhr von seinem Fahrer im Wohnzimmer im ersten Stock seiner Villa in Grünwald bei München entdeckt. Der rief sofort die Polizei. Weitere Details sind noch unklar, auch etwa, welche Termine der Modemacher am Vortag hatte.

Kurz nachdem der Fahrer Moshammer gefunden hatte, kam ein Arzt, der Moshammer eine Vitaminspritze geben sollte, berichtet die «Neue Revue». Der Arzt sagte demnach, Moshammer habe vor der geöffneten Schlafzimmertür gelegen, einen schwarzen Anzug getragen und ein schwarzes Telefonkabel um den Hals gewickelt gehabt. Der Tod habe vermutlich schon mehrere Stunden zurück gelegen, denn Moshammer habe Todesflecken im Gesicht gehabt, so der Arzt.

Befragung von Freunden

Die Polizei sperrte das Gelände um die Villa großräumig ab. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks sichert die Polizei derzeit noch Spuren und hat auch damit begonnen, Freunde und Bekannte Moshammers zu befragen. Sie versucht herauszubekommen, wer am Vorabend bei Moshammer war.

Ermittler am Tatort in Grünwald
Unklar ist bislang, ob jemand von außen in das Haus eindringen konnte. Nach dem Bericht des BR-Reporters gibt es keine Einbruchsspuren und keine Hinweis darauf, dass es sich um einen Raubmord gehandelt haben könnte.

Die Mitarbeiter des Modemachers bei der Rudolph Moshammer GmbH in der Münchner Maximilianstraße wollten sich auf Anfrage der Netzeitung nicht zum Tode ihres Chefs äußern. Man kenne selbst auch nur die Details, die in der Presse zu lesen seien und warte nun auf weitere Stellungnahmen der Ermittler.

Morddrohungen

Moshammer hatte offenbar vor einiger Zeit Morddrohungen erhalten und war einmal mit einem Messer angegriffen worden. Das sagte Christian Koch vom «Goldenen Blatt», der kürzlich ein Interview mit Moshammer geführt hatte, gegenüber n-tv.

Demnach war Moshammer vor seinem Laden in der Münchner Innenstadt bei einer Autogrammstunde angegriffen von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden, sei aber von Leibwächtern geschützt worden. Es habe sich herausgestellt, dass der Angreifer ein Freigänger aus einer Heilanstalt gewesen sei, so Koch. Moshammer habe daraufhin «Sicherheitsmaßnahmen» eingeleitet, sich aber dennoch bedroht gefühlt. (nz)


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