netzeitung.deBob Marley soll exhumiert werden

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Bob Marley (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bob Marley
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Geht es nach der Witwe des verstorbenen Reggae-Musikers Bob Marley, werden dessen Überreste noch dieses Jahr Jamaica verlassen.

«Wir arbeiten daran, seine Überreste nach Äthiopien zu bringen», sagt Rita Marley, die Witwe des Reggae-Stars Bob Marley. Er solle umgebettet werden, um am Ort seiner «spirituellen Ruhestätte» begraben zu sein.

Es sei immer sein Wille gewesen, sagte die ehemalige Backgroundsängerin von Marleys Band The Wailers der Nachrichtenagentur AP. «Bobs ganzes Leben drehte sich um Afrika, nicht um Jamaica», so die gebürtige Kubanerin, die den Sänger 1966 geheiratet hatte.

Ein Datum für die Exhumierung stehe noch nicht fest, heißt es weiter, doch sei davon auszugehen, dass damit bis nach Abschluss der Feierlichkeiten zu Marleys 60. Geburtstag gewartet werde, der in Äthiopien mehrere Monate lang gefeiert werden soll. Ein Sprecher von Bob Marley Music sagte wiederum, «dass Jamaica für die absehbare Zukunft die Ruhestätte Marleys bleibt».

Konzert in Addis Abeba
Bob Marley wurde 1945 auf Jamaica geboren. Hits wie «No Woman, No Cry» oder «I Shot The Sheriff» machten den Musiker weltbekannt. Der überzeugte Rastafari starb 1981 im Alter von nur 36 Jahren an Krebs.

Laut Rita Marley sollen seine sterblichen Überreste in Shashemene, rund 250 Kilometer südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, begraben werden, wo hunderte Rastafaris leben, denen von Haile Selassie Land zur Verfügung gestellt wurde. Rastafaris leben dem Selbstverständnis nach im Einklang mit der Natur, lassen ihre Haare ungekämmt zu Dreadlocks wachsen und sehen das Rauchen von Marihuana als sakrale Handlung an. Weltweit praktizieren etwa 700.000 Menschen die Lebensweise.

Gemeinsam mit der African Union und der UN hat Rita Marley die Feierlichkeiten zum Geburtstag ihres Mannes organisiert. Anlässlich des Geburtstages am 6. Februar soll es in Addis Abeba ein Konzert geben, für das sich unter anderem die Marley Family, Youssou N'Dour, Angelique Kidjo und Baba Maal angekündigt haben. (nz)