14.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Ralf Schumacher und Stefan Raab
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Am Montagabend haben Stefan Raab und Ralf Schumacher ihren Streit um «Porno-Ralle» beigelegt. Und Cora e.V. erhält richtig viel Geld.
Eigentlich hatte niemand damit gerechnet, doch am Montagabend ist Ralf Schumacher tatsächlich in Stefan Raabs Sendung «TV Total» aufgetreten.
Im gestreiften Hemd saß der Rennfahrer neben dem Moderator, der im lässigen Sakko kam. Weil Raab das Thema «Porno-Ralle» anfangs einfach ignorierte und Schumacher wie einen normalen Talkgast behandelte, wurde das Publikum schließlich unruhig: «Komm' zur Sache», rief jemand, und als Raab weiterhin um den heißen Brei redete, «Feigling!».
Schließlich und ohne das Wort «Porno-Ralle» auch nur ein Mal zu erwähnen, fragte Raab Schumacher nach dem «Investment». Grund für den Streit zwischen den beiden war gewesen, dass Raab den Sportler «Porno-Ralle» getauft hatte, nachdem bekannt geworden war, dass Schumacher ein Investment im Umfeld der Beate Uhse GmbH getätigt hatte. Seine Gattin, Cora Schumacher, nannte Raab «Hard-Cora». Er hatte die Namen auf T-Shirts drucken lassen, die er verkaufte.
«Elfmeter verwandelt»Schumacher gab sich sportlich und sagte dem Moderator, es «war ein Elfmeter, den du verwandelt hast». Der geradzu handzahme Raab fragte daraufhin, ob es wahr sei, dass Cora aus Kummer über die bösen Scherze nicht mehr habe schlafen können, was Schumacher verneinte. Am Ende dieses Freundlichkeitsaustausches stellte Raab noch die von allen erwartete Frage, was denn nun mit dem Erlös aus dem T-Shirt-Verkauf passieren solle. Der aktuelle Stand lag bei 101.917 Euro. Schließlich hatte Raab in einer der diversen Weiterdrehungen der Geschichte verkündet, einen Teil des Geldes einem Verein namens «Cora e.V.» zu spenden - die zufällige Wahl fiel auf eine Organisation, die misshandelte Frauen unterstützt.
Nachdem auch Tage später der Verein davon erfahren hatte, hatte dessen Sprecherin allerdings gesagt, dass man das Geld nicht haben wolle, wenn die Schumachers nicht zustimmen. Schließlich sei es Raab nie um das tatsächliche Anliegen des Vereins gegangen.
Verkauf eingestelltNun lag der Ball bei Schumacher, und der gab das Geld am Montagabend wie nicht anders zu erwarten frei. Nach dieser Wiederherstellung der Harmonie und lautem Klatschen, bescheinigte Raab Schumacher einen «feinen Schachzug» und «Respekt».
Der T-Shirt-Verkauf wurde noch am gleichen Abend eingestellt. Wie eine Sprecherin der Produktionsfirma Brainpool der Netzeitung sagte, gibt es «kein Restgeld, dass Stefan Raab sich in die Taschen steckt». Cora e.V. erhält den gesamten Überschuss, also was nach Begleichung der Kosten für T-Shirt-Herstellung, -Bewerbung und -Verkauf übrig bleibt. (nz)