09.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Raabs 'Porno-Ralle'-Basecap
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zwei Tage nachdem Stefan Raab beschlossen hat, seine «Porno-Ralle»-Aktion in eine Wohltätigkeitsaktion umzumünzen, hat er den bedachten Verein kontaktiert.
Offenbar liest Stefan Raab auch die Netzeitung. Die hatte am Mittwoch berichtet, dass der Verein Cora e.V., an den Raab einen Teil der Erlöse aus dem Verkauf seiner «Porno-Ralle»-T-Shirts (mittlerweile 34.098 Euro) spenden will, das Geld gar nicht haben will, solange die Schumachers dem nicht zustimmen. Der Moderator hatte bis dahin nicht mit dem Verein gesprochen, erst am Mittwochnachmittag, wie er in der Sendung am Abend erzählte.
Raab habe die Entscheidung von Cora e.V. verstanden, sagte eine Sprecherin des Vereins der Netzeitung am Donnerstagmorgen. Ihre Kritik: Es sei nur Zufall gewesen, dass Raab den Verein gewählt habe. Wenn der Name gestimmt hätte, hätte es genauso gut ein Hunde-Verein sein können. Dem Moderator gehe es nicht um das Anliegen des Vereins. Und: «Wir können nur von einer solchen Aktion profitieren, wenn dabei keine Menschen verletzt werden. Wenn die Schumachers einverstanden sind, ist die Sache für uns aus der Welt», so die Sprecherin.
Raab hatte seinen Streit mit Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher um die Bezeichnungen «Porno-Ralle» und «Hard-Cora» weiter gedreht, indem er ankündigte, nun T-Shirts mit der Aufschrift «Schweine-Stefan» und «Schnitzel-Stefan» drucken zu lassen, mit denen er sich als Metzgerssohn selbst veralbert.
Er erzählte auch von seinem Telefonat mit Cora e.V. und übergab die Verantwortung an Schumacher. Da der Verein das Geld nur annehmen wolle, wenn der Rennfahrer zustimme, sei es nun an ihm. Deshalb solle er in die Sendung kommen. (nz)