netzeitung.deTarantinos ungewaschene Unterhosen

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Quentin Tarantino (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Quentin Tarantino
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sharon Waxman ist eine berüchtigte Hollywood-Reporterin. Sie hat nun ein Buch geschrieben, das bei dem einen oder anderen Star für Unwohlsein sorgen dürfte.

Dem Kult-Regisseur Quentin Tarantino ist es unter anderem zu verdanken, dass der sonst gesellschaftlich eher verachtete Nerd sich plötzlich «cool» fühlen darf. Wer lieber fernsieht, als Freunde zu treffen, alle Peckinpah-Filme auswendig kennt und noch mit 20 Comics lieber mochte als Mädchen, gilt nicht mehr als sozial gestört, sondern als mögliches Genie.

Trotz dieser Umdeutung des Begriffs Freak hat allerdings auch Tarantino Eigenschaften, von denen er lieber nicht möchte, dass die Welt davon erfährt. Doch leider hat Sharon Waxman, Hollywood-Reporterin der «New York Times», sie alle aufgeschrieben. Das Buch «Rebels on the Backlot» (Rebellen auf dem Studiogelände) wird demächst veröffentlicht und beschäftigt sich eigentlich mit dem Einfluss junger Regisseure auf Hollywood. Neben Tarantino hat sich die Autorin auch David Fincher («Fight Club»), Steven Soderbergh («Traffic») und Spike Jonze («Being John Malkovich») gewidmet.

In dem Buch steht unter anderem zu lesen, dass der «Reservoir Dogs»-, «Pulp Fiction»- und «Kill Bill»-Regisseur nicht nur ein Genie ist. Er habe gestunken und sich undankbar und unloyal verhalten, so Waxman.

Undankbar und unloyal
Angeblich hielt der gefeierte Filmemacher nicht viel davon, sich zu waschen oder die Unterwäsche zu wechseln. Nachdem er zu Geld und Ruhm gekommen war, habe er sich schnell von alten Freunden getrennt. Auch seine Mutter, die ihn bereits im Alter von 14 Jahren bekommen hatte, sei ihm plötzlich nicht mehr gut genug gewesen.

Seine langjährige, treue Managerin Cathryn Jaymes, die dem Star angeblich auch mal das völlig vermüllte Auto gesäubert hatte, verlor ebenfalls plötzlich das Vertrauen Tarantinos.

Das offenherzige Buch Waxmans wird nach Ansicht der «New York Daily News», der bereits Auszüge vorliegen, wenig dazu beitragen, den Einfluss der Journalistin zu schmälern. «Sie hat kennt eine Menge Leute, die mit ihr arbeiten, weil sie glauben, dass sie keine andere Wahl haben», wird ein Hollywood-Insider zitiert. (nz)