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3,5 Millionen Dollar Strafe wegen «Unanständigkeit»

25. Nov 2004 12:00
Beging einige der Unanständigkeiten: Moderator Howard Stern
Der US-Medienkonzern Viacom erklärt sich bereit, für die Ausstrahlung diverser «Unanständigkeiten» Strafe zu zahlen. Nicht aber für Jacksons «Nipplegate».

«Wir haben alle noch ausstehenden Fragen die Unanständigkeit betreffend mit dem FCC geklärt», zitieren die «New York Daily News» das amerikanische Medienunternehmen Viacom. «Außer den Super Bowl».

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Die Rekordsumme von 3,5 Millionen Dollar muss Viacom dem US-Medienwächter Federal Communications Commission (FCC/ Zentrale Regierungseinrichtung für die Kontrolle der Medien) zahlen, weil verschiedene Radiosender mit Shows von Stars wie Howard Stern oder Opie und Anthony gegen die Regeln des Anstands verstoßen hätten. Stern hatte im vergangenen Februar zusammen mit Paris Hiltons Ex-Freund Rick Salomon über die Vorzüge von Analsex geplaudert. Ein anderes Mal hatte ein Anrufer rassistische Anmerkungen gemacht. Opie und Anthony hatten ihre Zuschauer in einer Show aufgefordert, an ungewöhnlichen Orten Sex zu haben. Dafür wurden sie bewertet. Ein Paar gewann für Sex in der Kirche 25 Punkte.

Opie und Anthony wurden gefeuert. Doch haben sie genauso wie der umstrittene Howard Stern beim Satellitenradio ein neues Zuhause gefunden, das nicht der Aufsicht des FCC unterliegt.

Unfair und unberechtigt

Während Viacom hier einlenkte, zeigt sich der Konzern im Fall der für Janet Jacksons brustfreien Auftritt beim Super Bowl verhängten Strafe von 550.000 Dollar uneinsichtig. «Wir bedauern den Vorfall zutiefst, doch halten wir die Strafe der Regierung für eine nicht vorgesehene Ausstrahlung für unfair und unberechtigt», zitiert die Zeitung Viacom.

Dass Viacom die Strafe von 3,5 Millionen Dollar angenommen und zudem versprochen hat, dass Live-Sendungen zukünftig mit Verzögerung gesendet werden, liegt sicherlich auch daran, dass die FCC versprochen hat, im Gegenzug bei der Erneuerung der Radiolizensen über die Fälle von «Unanständigkeit» hinwegzusehen.

Die öffentliche Diskussion über Werte und Moral in den Medien hat in Washington für eine Stärkung der Position der Republikaner gesorgt, so der Bericht. Die würden im kommenden Jahr erneut versuchen, einen Broadcast Decency Act (Gesetz zur Anständigkeit im Rundfunk) im Kongress einzubringen. Ein Mal sind sie damit bereits gescheitert. (nz)

 
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