Während Viacom hier einlenkte, zeigt sich der Konzern im Fall der für Janet Jacksons brustfreien Auftritt beim Super Bowl verhängten Strafe von 550.000 Dollar uneinsichtig. «Wir bedauern den Vorfall zutiefst, doch halten wir die Strafe der Regierung für eine nicht vorgesehene Ausstrahlung für unfair und unberechtigt», zitiert die Zeitung Viacom.Dass Viacom die Strafe von 3,5 Millionen Dollar angenommen und zudem versprochen hat, dass Live-Sendungen zukünftig mit Verzögerung gesendet werden, liegt sicherlich auch daran, dass die FCC versprochen hat, im Gegenzug bei der Erneuerung der Radiolizensen über die Fälle von «Unanständigkeit» hinwegzusehen.
Die öffentliche Diskussion über Werte und Moral in den Medien hat in Washington für eine Stärkung der Position der Republikaner gesorgt, so der Bericht. Die würden im kommenden Jahr erneut versuchen, einen Broadcast Decency Act (Gesetz zur Anständigkeit im Rundfunk) im Kongress einzubringen. Ein Mal sind sie damit bereits gescheitert. (nz)