05.11.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Karsten Speck
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Schauspieler Karsten Speck ist am Freitag wegen schweren Betruges zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.
Der wegen schweren Betrugs vor dem Landgericht Dortmund angeklagte Schauspieler Karsten Speck ist am Freitag zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur ddp meldet, sahen es die Richter als erwiesen an, dass der 44-Jährige 1996 zusammen mit bereits verurteilten Komplizen in betrügerischer Absicht ein ostdeutsches Ehepaar in den Ruin getrieben hat.
Er sei zwar nicht der Haupttäter gewesen, habe aber «mit seinem guten Namen zum Gelingen des Komplotts beigetragen», sagte Staatsanwalt Ralph Steinert laut der Nachrichtenagentur AP in seinem Plädoyer. Die beiden Verteidiger hatten Haftstrafen von zwei Jahren auf Bewährung beziehungsweise höchstens zweieinhalb Jahren für Speck gefordert. Sie betonten, Specks Tatbeitrag sei mehr ein «wissendes Dulden» der Pläne seines bereits verurteilten Mittäters gewesen. Man habe sich aber nie an einen Tisch gesetzt und die Taten geplant. Außerdem sei Speck zuvor nie strafrechtlich in Erscheinung getreten und habe bereits durch den Prozess erheblichen Schaden erlitten.
Der Schauspieler hatte in seinen Abschlussworten gesagt, er bedauere das Geschehene sehr und werde weiterhin alles tun, «damit die Sache in Ordnung kommt».
Speck musste sich seit Januar 2003 wegen verschiedener Grundstücks- und Immobiliengeschäfte verantworten, bei denen 1996 ein Schaden von rund drei Millionen Mark (1,53 Millionen Euro) entstanden war. (nz)