netzeitung.deEx-Model verklagt Botox-Arzt

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Irena Medavoy (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Irena Medavoy
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weil sie nach Botox-Injektionen ihren Kopf nicht mehr bewegen konnte, hat ein ehemaliges Model einen der bekanntesten Hautärzte Hollywoods verklagt.

Botox gehört mitterweile zu Hollywood-Stars wie Lippenstift oder weiße Zähne. Mittels Injektion kleiner Mengen des Nervengifts werden Falten geglättet, um die Karriere zu verlängern oder Schweissdrüsen lahmgelegt, damit die Stars bei Auftritten im heißen Scheinwerferlicht trocken bleiben. Einer der bekanntesten Hautärzte Hollywoods wurde nun verklagt. Er soll einem ehemaligen Model zuviel Botox gespritzt haben, so dass sie ihren Kopf nicht mehr bewegen konnte.

Irena Medavoy, Schauspielerin und ehemaliges Model, habe zu den Kundinnen von Dr. K. gehört, berichtet der US-Sender ABC. Nachdem der Arzt ihr mehrfach zur Glättung von Falten Botox gespritzt hatte, bot er ihr an, das Mittel auch gegen Kopfschmerzen einzusetzen. Allerdings sei Botox von der amerikanischen Medikamenten-Aufsicht zwar für die Behandlung von Falten, bisher jedoch nicht zur Behandlung von Migräne zugelassen worden, so der Bericht.

Medavoy sagte dem Sender, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst habe, dass ihr Arzt von der Firma Allergan, die Botox herstellt, bezahlt werde. Dr. K. beziehe von Allergan jährlich 100.000 Dollar, so die Schauspielerin.

Auch habe sie nicht gewusst, dass es bei anderen Patienten, die sich mit Botox behandeln ließen, zu traumatischen Erfahrungen gekommen sei. Deshalb habe sie dem Vorschlags K.s zugestimmt.

Bowlingkugel auf einer Stecknadel
Der habe ihr dann so viel Botox gespritzt, dass sie schwer krank wurde. Sie habe anhaltende Kopfschmerzen bekommen und so stark gelitten, dass sie nicht einmal mehr mit ihrem Sohn habe spielen können, so Medavoy. «Ich konnte meinen Kopf nicht mehr aufrecht halten.

Mein Nackenmuskel, in den das Mittel injiziert worden war, konnte meinen Kopf nicht mehr tragen. Es war wie eine Bowlingkugel auf einer Stecknadel», berichtete sie. «Ich konnte nicht schlafen. Wenn ich mich hingelegt habe, war es, als würde ich gefoltert.» Sie habe nicht mehr «funktioniert», hatte Fieber, Atem- und Schluckprobleme bekommen.

Neben Doktor K. hat Medavoy auch Allergan verklagt. Weder der Arzt noch das Unternehmen wollten sich vor ABC-Kameras zu den Vorwürfen äußern. Doch sagte K.s Anwalt, dass die Untersuchungen zeigen würden, dass sein Mandant nichts Falsches getan habe und die Symptome der Klägerin andere Ursachen hätten.

Nach Überzeugung von Medavoy und ihrem Anwalt ist die Zusammenarbeit von Dr. K. und Allergan nur die Spitze des Eisbergs. (nz)