18.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Angeblich hat der russische Präsident Wladimir Putin Bundeskanzler Schröder und seine Frau bei der Adoption des russischen Kindes Viktoria unterstützt.
Bei der Adoption der dreijährigen Viktoria aus St. Petersburg bekamen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Doris Schröder-Köpf Hilfe vom russischen Präsidenten.
Wie «Bild» berichtet, hatte das Kanzlerpaar Wladimir Putin bereits vor über einem Jahr von dem Plan erzählt, ein russisches Kind zu adoptieren. Da habe Putin versprochen zu helfen: «Die komplizierten Formalitäten werden unbürokratisch, aber nach Recht und Gesetz geregelt - und das ohne die üblichen Schmiergelder für dubiose Vermittler (bis zu 25.000 Dollar)», so die Zeitung. Auch sei es wesentlich schneller gegangen als sonst.
Die Adoption sei in alller Stille vorbereitet worden. Schröder habe den russischen Präsidenten bei einem privaten Besuch auf dessen Datscha Nowo-Ogarjowo eingeweiht. Vor wenigen Wochen dann wurde Viktoria aus St. Petersburg abgeholt. Nur engste Mitarbeiter des Kanzlers und Leibwächter hätten gewusst, warum Familie Schröder nach Russland flog. Und warum auf dem Rückweg eine Person mehr an Bord sein sollte.
Lange mit Klara diskutiertDie Adoption sei vorher lange mit Schröder-Köpfs 13-jähriger Tochter Klara diskutiert worden, berichtet die Zeitung weiter: «Sie wollten die Entscheidung unbedingt gemeinsam fällen - damit Klara sich nicht zurückgesetzt fühlt», wird ein Freund der Familie zitiert.
Dass die Wahl ausgerechnet auf ein russisches Kind fiel, liege darin begründet, dass Schröder-Köpf sich bereits seit Jahren ehrenamtlich um Kinder in Not kümmere und seit vergangenem Jahr vor allem um Waisenkinder in Russland. Im September 2003 hatte sie die Schirmherrschaft für die deutsch-russische Initiative «Perspektiven» übernommen, eine Kindernothilfe in St. Petersburg. (nz)