netzeitung.de«Von Millionen geliebt, von vielen gehasst»

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Daniel Küblböck (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Daniel Küblböck
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Daniel Küblböck kehrt zurück. Diesmal als Schauspieler. Der ehemalige Fassbinder-Darsteller und Regisseur Ulli Lommel hat den 18-Jährigen in einer Dokumentation verewigt.

Wer gedacht hat, dass die Post-«Deutschland sucht den Superstar»-Hysterie um Daniel Küblböck vorbei sei, hat sich geirrt. Ab kommenden Donnerstag werden die Fans ins Kino pilgern, um ihr 18-jähriges Idol zu bestaunen. Für den Herbst sind ein neues Album und eine Tournee angekündigt.

«Von Millionen geliebt, von vielen gehasst», lautet der Untertitel des Films «Daniel, der Zauberer» von dem ehemaligen Fassbinder-Schauspieler und Regisseur Ulli Lommel («Liebe ist kälter als der Tod», «Die Zärtlichkeit der Wölfe»), und der halbdokumentarische Film hat sich zum Ziel gesetzt, herauszufinden, warum der Junge das Land so in Aufregung versetzt.

«Mir war sofort klar, dass ich dieses Phänomen filmisch verarbeiten wollte», zitiert die Nachrichtenagentur ddp den Regisseur. Wie Küblböck es schaffe, die deutsche Gesellschaft zu polarisieren, sei «phänomenal». Küblböck sei der «einzige gute Entertainer», den Deutschland zurzeit habe.

«echt, naiv, märchenhaft»
«Daniel, der Zauberer» verknüpft Live-Mitschnitte von Konzerten mit Szenen aus dem Privatleben des Sängers. Die Rahmenhandlung sei jedoch fiktiv: Zwei Teenager wollen Daniel beseitigen. «Küblböck muss weg!» sei ihr Mantra. Sie wollen ihn während eines Konzertauftritts erschießen, um selbst zu «Superstars» zu werden. Daniel wiederum versuche, seine Widersacher mit viel Liebe und «positiver Energie» zu «entwaffnen».

Produzent Peter Schamoni («Majestät baruchen Sonne - Wilhelm II») nennt den Film «echt, naiv, märchenhaft und expressionistisch». Küblböck sei ein «schillerndes Showtalent, das wir in seiner jetzigen Situation und Unbekümmertheit dokumentieren», so Schamoni, der zugibt, das Projekt zunächst «absurd» gefunden zu haben.

Küblböck selbst sagte der ddp, er habe den Namen Ulli Lommel vor dem Film noch nie gehört, «weil ich mich auch nicht mit Fassbinder beschäftigt habe, was auch ganz normal ist, wenn man aus Eggenfelden kommt». (nz)