netzeitung.deBerlusconis Töchter fühlen sich vernachlässigt

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Eleonora und Barbara Berlusconi auf dem Cover der 'Vanity Fair' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Eleonora und Barbara Berlusconi auf dem Cover der 'Vanity Fair'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Italiens Regierungschef Berlusconi ist nach Ansicht seiner Töchter zu selten zu Hause. Er solle endlich seine TV-Sender verkaufen, fordern sie.

Barbara und Eleonora, die Töchter des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, sind zum ersten Mal gemeinsam an die Presse gegangen. In einem Interview mit der italienischen Ausgabe des Style-Magazins «Vanity Fair» sprachen sie über ihr bislang gut von der Öffentlichkeit abgeschirmtes Privatleben.

Immer von Leibwächtern begleitet zu werden, sei ziemlich stressig, gestanden die 20-jährige Barbara und ihre 18-jährige Schwester, die gerade ihre Ferien in Berlusconis luxuriösen Villa auf Sardinien verbringen.

Zugleich hielten sie ihrem Vater vor, wegen seiner Arbeit zu wenig Zeit für die Familie zu haben. Er habe sich immer voll auf seine Ziele konzentriert und deshalb beim Familienleben Abstriche gemacht.

Kindheit ohne Fernsehen
Berlusconi solle nun endlich seine Fernsehsender an den australischen Medientycoon Rupert Murdoch verkaufen, fordern sie. Sollte Murdoch noch einmal ein Angebot machen, dürfe ihr Vater nicht wieder auf die Ratschläge seiner älteren Kinder Piersilvio und Marina hören, die ihm vom Verkauf der Sender abgeraten hätten, so Barbara Berlusconi. «Ich würde ihm genau das Gegenteil raten.» Der TV-Markt sei zu instabil, sagte sie zur Begründung.

In ihrer Kindheit kamen die beiden Frauen übrigens kaum mit Fernsehen in Kontakt. Sie hätten die Steiner-Schule in Mailand besucht, wo Fernsehen streng verboten sei, berichtet das Magazin.

Mutter falsch zitiert
Barbara und Eleonora sind die Töchter von Berlusconi und seiner zweiten Frau Veronica Lario. Die hatte kürzlich mit ihrer Autobiografie für Aufsehen gesorgt. Eine von den Medien zitierte Äußerung, Lario habe bei Wahlen nicht für ihren Mann gestimmt, sei allerdings unwahr, betonen die Töchter. (nz)