netzeitung.deBrief soll Selbstmord von Dean Reed belegen

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Dean Reed (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Dean Reed
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

18 Jahre lang war unklar, wie der DDR-Star Dean Reed 1986 starb. Nun ist ein Abschiedsbrief aufgetaucht - während in Hollywood gerade an der Verfilmung seines Lebens gearbeitet wird.

Der amerikanische Sänger und Schauspieler Dean Reed war in der DDR ein Star. Nachdem er 1986 tot in seinem Auto am Zeuthener See nahe Berlin gefunden wurde, hieß es offiziell, er sei bei einem «Unglücksfall» ums Leben gekommen. Die «Bild»-Zeitung will nun einen Beweis dafür gefunden haben, dass es Selbstmord war.

Ein Abschiedsbrief des Sängers sei aufgetaucht. Diesen hatten DDR-Volkspolizisten am 13. Juni 1986 in Reeds Wagen gefunden, sicher gestellt und unter Verschluss gehalten, so der Bericht. Das Schreiben sei in «einem Berliner Archiv» aufgetaucht, und der Zeitung sei eine Kopie zugespielt worden.

Auf 15 Seiten nenne Reed detailliert persönliche Gründe für seinen Freitod. Und der habe «nichts mit Politik zu tun». Er habe an Depressionen gelitten und bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich.

Schwere Vorwürfe erhebt Reed gegen seine Frau, die ihn als «schlechten amerikanischen Showmann» beschimpft und verhindert habe, dass er seine Ex-Frau und die gemeinsame Tochter treffen konnte. «Sie quält mich und foltert mich seit Jahren, weil sie ist krank. Eifersüchtig auf alle die Leute, die ich liebe oder die mich lieben», zitiert die Zeitung das gebrochene Deutsch des Sängers aus Colorado.

«Meine Grüße auch an Erich»
Auch für Erich Honecker fand er noch Worte: «Meine Grüße auch an Erich - Ich bin nicht mit alles einverstanden, aber Sozialismus ist noch nicht erwachsen. Es ist die einzigste Lösung für die Hauptprobleme für die Menschheit der Welt.»

Das Interesse am Schicksal Reeds hat in jüngster Zeit zugenommen, weil Hollywood einen Film über den 1972 in die DDR ausgewanderten Sänger plant. Tom Hanks, der die Hauptrolle spielen und den Film auch produzieren wird, hat sich bereits zu Recherchen mit Reeds Witwe und auch dem ehemaligen SED-Parteichef Egon Krenz getroffen. (nz)