Nino de Angelo über Kokain und Orgien
In seinem zu bewerbenden Buch beschreibt der 40-Jährige eine Drogensitzung auf der Toilette eines Hamburger Lokals: «Ein berühmter Modeschöpfer, ein erfolgreicher Musik-Produzent, ein US-Rockstar, ein Fußballnationalspieler und ich: Vor uns fünf vier Zentimeter lange Linien mit weißem Pulver.»
Er wollte damals cool sein, so De Angelo weiter und nicht «kneifen vor so einem bisschen weißen Pulver». Damals habe er für seinen Hit «Jenseits von Eden» gerade 2,8 Millionen Mark bekommen: «Ich war 19, fuhr Ferrari und hatte Nena in allen wichtigen Hitparaden abgelöst. Ich war ein Superstar.»
Er habe sich denn auch wie Mick Jagger gefühlt: «Und so wollte ich auch leben: Sex, Drogen, Rock'n'Roll.» Dabei sei er aber schnell sexbesessen geworden: «Immer wieder wurden Partys zu Orgien.»
Später sei Spielsucht hinzugekommen: «Ich konnte in einer Nacht Hunderttausende verzocken», berichtet der Sänger. «Ich liebte den Kick, beim Roulette oder beim Wetten Kopf und Kragen zu riskieren.» Nino de Angelo erkrankte später an Lymphdrüsenkrebs. Nach seiner Heilung kam Ende 1998 die Trennung von seiner Frau Judith nach zwölf Jahren Ehe. (nz)

