04. Mai 2004 10:39
Kühne These von Sängerin Janet Jackson: Die Aufregung über ihren Strip beim Super Bowl sei ein Ablenkungsmanöver der US-Regierung gewesen.
«Die Regierung brauchte etwas, um von wichtigen außenpolitischen Problemen abzulenken», so Jackson zur «Financial Times Deutschland«. Viele US-Bürger und erboste TV-Zuschauer des Sportspektakels hatten sich nach dem Vorfall am 1. Februar - Sänger Justin Timberlake hatte bei einem gemeinsamen Auftritt die Brust seiner Duettpartnerin angeblich versehentlich entblößt - bei ihren Senatoren beschwert.Der US-Kongress hatte daraufhin mehrere Verordnungen erlassen, die TV-Sender befleißigen sich seitdem der Selbstkontrolle und der Zensur.
«Sie benötigten nur einen Aufhänger - und den haben sie bei mir gefunden. Insofern hätte es jeden treffen können, aber sie haben mich rausgepickt. Das ist wirklich bedenklich», so die Sängerin, die derzeit ihr aktuelles Album »Damita Jo« bewirbt. Die 37-Jährige frage sich deshalb nach eigenen Angaben, wie es um die USA und deren Verfassung stehe und schlussfolgert: «Es zeigt, dass wir dringend einen Demokraten als Präsidenten brauchen.» (nz)