31.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
'Die Passion Christi'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Oslo hat ein Neonazi zwei Anschläge gestanden, nachdem er Mel Gibsons umstrittenen Film «Die Passion Christi» gesehen hat. In den USA hatte sich bereits ein Mörder gestellt.
«Jesus lebt», soll der Norweger Johnny O. gesagt und sich dann der Polizei gestellt haben. Der 41-Jährige hat am vergangenen Samstag zwei Anschläge gestanden. Grund für seine Reue sei, dass er den umstrittenen Jesusfilm «Die Passion Christi» im Kino gesehen hat.
Wie der norwegische Onlinedienst «TV 2 Nettavisen» berichtet, sprach der Mann zuerst mit Journalisten, kontaktierte dann seinen Anwalt und begab sich schließlich in eine Osloer Polizeistation. Dort erklärte er sich schuldig an zwei nicht aufgeklärten Bombenanschlägen in den Jahren 1994 und 1995 gegen ein Autonomen-Zentrum.
«Es ist unglaublich. Er hat sich gestellt und hat der Polizei eine detaillierte Erklärung in Verbindung mit den zwei Bombenanschlägen gegeben. Dann hat die Polizei ihn festgesetzt. O. hat ein großes Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit zu erklären», wird der Anwalt des Geständigen zitiert.
Für den Weltfrieden«Es ist wichtig, dass die beiden Anschläge aufgeklärt werden», sagte O. der Zeitung «Dagbladet». «So schaffe ich mehr Frieden in der Welt. Ich habe es satt zu kämpfen. Ich will Frieden für mich und andere.»
Die Polizei wird seine Aussagen überprüfen. O. musste im Alter von 18 Jahren wegen zweifachen Mordes für 18 Jahren ins Gefängnis. (nz)