16.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Le Calvez 'Pierrot le poisson clown'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein französischer Kinderbuchautor hat gegen Disneys Film «Findet Nemo» geklagt. Und verloren, denn ein Clownfisch ist ein Clownfisch, befand die Richterin.
Der Autor des französischen Kinderbuchs «Pierrot le poisson clown» (Pierrot der Clownfisch) hatte den Unterhaltungskonzern Disney verklagt, weil dessen Clownfisch Nemo seinem Geschöpf nachempfunden sei. Disney hat den Prozess gewonnen.
Le Calvez' Buch war 2002 in die Geschäfte gekommen, doch nach dem großen Erfolg der Disney-Pixar-Produktion «Findet Nemo» im Jahr 2003 hätten die Buchläden schnell das Interesse an Pierrot verloren, so der Autor. Sie hätten sich sogar - wegen der großen Ähnlichkeit - geweigert, die Merchandise-Produkte ins Programm zu nehmen, aus Angst es könnte Folgen haben. Deshalb wollte Le Calvez erwirken, dass in Frankreich keine Nemo-Produkte verkauft werden dürfen.
Die beiden Fische würden einander zwar ähneln, zitiert die Nachrichtenagentur AP die zuständige Richterin, doch abgesehen vom Lächeln und den weißen Streifen gäbe es genügend Gründe, die beiden nicht zu verwechseln. Zum Beispiel lächle Pierrot im Gegensatz zu Nemo zahnlos.
Auch La Calvez' Vorwurf, dass Disneys Geschichte über einen kleinen Fisch, der seine Familie verliert, der seinen sehr ähnle, wurde nicht anerkannt. Die ersten Entwürfe für Nemo habe es bereits im Jar 2000 gegeben, so der Anwalt von Disney, zwei Jahre, bevor Pierrot überhaupt auf den Markt kam.
Über die Ähnlichkeit der Tiere sagte die Richterin abschließend: «Ein Clownfisch ist ein Clownfisch». (nz)