netzeitung.deTeufelsaustreibung mit Gummibärchen

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'Die Passion Christi' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'Die Passion Christi'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weil ein Student im Teufelskostüm zur Kinovorführung von «Die Passion Christi» ging, wurde er zuerst von Zuschauern traktiert und schließlich des Saales verwiesen.

In der Stadt Evansville im US-Bundesstaat Indiana haben Kinobesucher einer Vorstellung von Mel Gibsons umstrittenen Jesus-Film ihren persönlichen Teufel ausgetrieben.

Der 19-jährige Student Tyler Wendell hatte am vergangenen Samstag Zuschauer von «Die Passion Christi» schockiert, als er die Vorstellung im Teufelskostüm besuchte.

Zuerst sei er nur verhöhnt worden, schreibt die US-Zeitung «The Hoosier Gazette», doch im Kinosaal wurde er dann mit Gummibärchen, Popcorn und Bonbons beworfen. Das Management sei eingeschritten, nachdem eine 75-jährige Zuschauerin ihre Cola über Wendell ausgekippt habe. Allerdings musste nicht die Frau, sondern der Student das Kino verlassen. Die Politik des Unternehmens sei es, jeden des Kinos zu verweisen, der den Ablauf stört, wird der Kino-Manager zitiert.

«Satan muss draußen bleiben»
Auf die Frage, warum er sich als Teufel in die Höhle des Löwen gewagt habe, antwortete Wendell, er habe zeigen wollen, dass Christen nicht so tolerant seien, wie sie vorgäben. Außerdem könne er Mel Gibson nicht leiden.

Der Kino-Manager kündigte Maßnahmen an, die solche Zwischenfälle in Zukunft verhindern sollen. Möglicherweise denkt er dabei an Warnschilder am Eingang «Satan muss draußen bleiben». Laut dem Bericht habe sich sogar die Polizei des Falls angenommen. (nz)