24.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Zum Ende gab es noch einen Preis für das Ensemble von 'Sex and The City' - Hauptdarstellerin Jessica Parker fehlte allerdings
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Amerika betrauert das Aus für «Sex and The City». Die Planungen für eine Kinoversion der Serie laufen derweil auf Hochtouren - doch die Stars machen Probleme.
Mit einem «Big» Finale endete am vergangenen Sonntag die letzte Staffel der TV-Serie «Sex and The City». Die US-Zeitungen sind denn auch voll mit Essays und Kolumnen, in denen das Ende der Abenteuer von Carrie Bradshaw und ihren Freundinnen beweint wird. Der «International Herald Tribune» etwa zieht ein Fazit, das die Show im Nachhinein zum amerikanischen Kulturgut macht:
Der Serie sei es gelungen, «die Vision eines glamourösen, mysthischen Ortes namens New York neu zu erfinden, der im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer ein Fixpunkt für die Phantasie war: Ein hoch entwickeltes Wunderland, voll gestopft mit Nachtclubs und Cocktails, geräumigen Terrassen und spektakulären Blickwinkeln auf den Horizont, elegante Einkaufsstraßen und Bürgersteige, gefüllt mit eleganten Frauen», schreibt James Sanders.
Cattrall vs. Parker?Passend zum Ende der Show erhielten die vier Darstellerinnen von der renommierten Screen Actors Guild den auch noch den Preis für das «Beste Comedy Ensemble». Bei der Entgegennahme fehlte allerdings Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker, sie war wegen eines «familiären Termins» verhindert. Unterdessen gehen die Planungen für eine Kinoversion der Serie weiter argwöhnisch begutachtet von den US-Medien.
So spekuliert nun etwa die «New York Post», dass ein Streit zwischen den Darstellerinnen Kim Cattrall (Samantha) und Sarah Jessica Parker (Carrie) das Projekt noch zu Fall bringen könnte. Cattrall wolle den Vertrag nicht unterzeichnen, so ein «Insider» zu dem Blatt: «Sie hat sich sechs Jahre lang Sarah Jessica Parker schlecht behandeln lassen müssen warum sollte sie sich das auch nur für einen Moment zurückwünschen?» Schon öfter hatte es Gerüchte gegeben, dass sich die vier Stars nicht grün sind.
Nicht gemeinsam zum DinnerEin Sprecher des Fernsehsenders HBO bestätigte den Bericht des Blatt zumindestens indirekt: «Ich sage Ihnen nicht, dass sie fünf Mal die Woche miteinander essen gegen und zusammen in den Urlaub fahren. Aber es gibt da eine hohe Professionalität. Sie machen ihre Arbeit. Sie sind Profis.» Den Bericht zufolge habe es Parker gestört, dass Cattralls Charakter, die sexhungrige Samantha bei den Fans zunehmend beliebter wurde.
Der HBO-Sprecher jedenfalls beruhigte die Fans: Man warte nur noch auf ein Script, dann würden die Dreharbeiten beginnen. Alle vier Schauspielerinnen bekommen deshalb auch Geld vom Sender, um drei Monate lang zur Verfügung zu stehen. (nz)