26.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Königin Elizabeth II.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die britische Königin hat bei der Jagd mit dem Spazierstock einen Fasan erlegt. Tierschützer machen unter den Royals eine «furchtbare Sucht, Vögel umzubringen» aus.
Jüngst verstörte Prinz Philip Schulkinder, als er in unmittelbarer Nähe von deren Schulhof Fasane schoss. Seine Frau, Queen Elizabeth II., geht die Sache noch etwas direkter an: Sie hat einen solchen Vogel mit ihrem Spazierstock erschlagen.
Wie die britische Zeitung «Sunday Mirror» berichtet, hatte ein Hund der Queen einen angeschossenen Fasan gebracht. «Sie nahm ihm den Vogel aus dem Maul und schlug dann vier oder fünf Mal mit dem Stock zu», zitiert die Zeitung einen Augenzeugen. Der Fasan sei erst nach wenigen Minuten gestorben, und anschließend habe die Königin mit ihren Begleitern über den Vorfall gelacht.
«Töten aus Spaß ist nicht zu akzeptieren, auch nicht wenn die Königin daran teilnimmt», zitiert die «Süddeutsche Zeitung» Andrew Tyler vom Tierschutzverband Animal Aid. Die jüngste Tat zeige, «die furchtbare Sucht der königlichen Familie, Vögel umzubringen.»
Vom Leid befreitSchon vor drei Jahren hatten sich Tierschützer empört, als Fotos die Queen dabei zeigten, wie sie einem Fasan den Hals umdreht. Sie sei sich keiner Schuld bewusst, hatte es damals geheißen. «Alles was sie getan hat, ist einen Vogel von seinem Leid zu befreien». (nz)